Samstag, 14. Dezember 2019

Amerikas Bierkrieg Wie AB InBev Tausende Craft-Brauer aus dem Markt spült

AB InBev schluckt SAB Miller: Zu diesen Konzernen gehören Deutschlands Biermarken
Bloomberg via Getty Images

4. Teil: Die schmutzigen Tricks von AB InBev

Schon 2011 kaufte der Konzern den Craft-Brauer Goose Island und ergänzte sein Portfolio später noch um Blue Point, 10 Barrel Golden Road Brewing und den Seattler Craft-Brauer Elysian Brewing, der sein Bier lange mit dem Slogan "corporate beer still sucks" beworben hatte.

Außdem sitzt der Bierriese auf einem rund 32 prozentigen Anteil an der börsennotierten Craft Brew Alliance zu der die Brauereien Widmer Brothers Brewing, Redhook Ale Brewery and Kona gehören.

Ausgestattet mit einem derartigen Portfolio, versucht der Weltkonzern offenbar mit nicht unbedingt sauberen Tricks die Konkurrenz in die Schranken zu weisen. Vorwürfen von Craft-Brauern zufolge, hat AB InBev versucht, die für die Verteilung wichtigen Großhändler mit finanziellen Anreizen dazu zu bringen, den Verkaufsanteil von AB InBev-Marken auf Kosten kleinerer Konkurrenten zu erhöhen.

Dabei sind Craft-Brauereien von Großhändlern abhängig. In einigen Staaten ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Bierverkauf über die teils in Brauereibesitz teils unabhängigen Distributeure laufen muss.

Kickbacks, die in der Branche - wie in vielen anderen auch - durchaus üblich sein dürfte - aber nicht unbedingt legal. Jedenfalls schauen sich laut der Nachrichtenagentur Reuters US-Wettbewerbsbehörden die Vorwürfe an.

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