Samstag, 14. Dezember 2019

Amerikas Bierkrieg Wie AB InBev Tausende Craft-Brauer aus dem Markt spült

AB InBev schluckt SAB Miller: Zu diesen Konzernen gehören Deutschlands Biermarken
Bloomberg via Getty Images

2. Teil: Die ungeahnte "Seuche"

Den Übernahmeerfolg des globale Biergiganten trüben Schatten. Die Branche schwächelt. Gewinneinbrüche in Brasilien, das Nachlassen des weltweites Wirtschaftswachstum und Währungsnachteile haben die Nettoerlöse des Bierriesen zuletzt schrumpfen lassen. Vor allem die Entwicklung auf dem für Ab InBev wichtigsten Markt USA, wo AB InBev aktuell mehr als ein Drittel seines Geschäftes macht, dürfte Brito Sorgen machen.

Nicht nur, dass auch dort - wie in Deutschland auch - der Bierdurst der Bevölkerung stagniert. Auch die Konkurrenz durch die florierende US-Craft-Beer-Szene macht dem Industrieriesen das das Leben schwer.

Die Biere der meist kleinen Craft-Brauereien mit ihren teils unkonventionellen Aromen wie Himbeere oder Kürbis haben in den USA eine breite Fanbasis gewonnen. Und erfreuen sich steigender Beliebtheit. Und anders als bei den typischen Industriebieren sind die Leute auch bereit, dafür gutes Geld auszugeben.

Wie Pilze sind Craft-Brauereien in den vergangenen Jahren aus dem Boden geschossen. Mittlerweile sind es so viele, dass manche sogar schon von einer Craft-Bier-Blase in den USA sprechen.

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