Ungewöhnlicher Helfer Italiens Staatsbahn als Alitalia-Retter

Italiens Staatsbahn könnte sich an der angeschlagenen Fluglinie Alitalia beteiligen und dem Unternehmen wieder etwas Aufwind verschaffen. Anteilseigner Air France-KLM meldete derweil Interesse an, seinen Anteil aufzustocken.
Alitalia im Schlingern: Im Bild eine Maschine, die von einer Laufbahn des römischen Leonardo-da-Vinci-Flughafen abkam

Alitalia im Schlingern: Im Bild eine Maschine, die von einer Laufbahn des römischen Leonardo-da-Vinci-Flughafen abkam

Foto: Telenews/ dpa

Rom - Die staatliche italienische Eisenbahn könnte einem Zeitungsbericht zufolge zur Rettung der Fluggesellschaft Alitalia herangezogen werden. Ministerpräsident Enrico Letta habe diese Option ins Gespräch gebracht, meldete "Il Messaggero". Bahnchef Mauro Moretti werde am Montag an einem Treffen der Regierung über die finanzielle Unterstützung von Alitalia teilnehmen.

Eine Beteiligung der Bahn an der Fluggesellschaft könnte ein Gegengewicht zum Einfluss des Konkurrenten Air France-KLM darstellen, der Interesse am Ausbau seines 25-prozentigen Alitalia-Anteils angemeldet hat. Nach seiner Sitzung am Freitag soll der Alitalia-Verwaltungsrat am Dienstag erneut zusammenkommen. Am 14. Oktober soll dann auf einer Aktionärsversammlung über eine bereits vom Verwaltungsrat beschlossene Kapitalerhöhung entschieden werden.

Verkehrsminister Maurizio Lupi erklärte am Freitag, die Regierung arbeite an einer Lösung für das hoch verschuldete Unternehmen, die die Sicherung von Arbeitsplätzen und strategischer Interessen Italiens in den Mittelpunkt stelle. Zuvor hatte ein Vertreter des Alitalia-Verwaltungsrates Medienberichte dementiert, nach denen Air France-KLM für ein Hilfsangebot an Alitalia den Abbau von 4000 Stellen fordere.

got/rtr

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