Schienenkartell ThyssenKrupp zahlt 88 Millionen Euro Bußgeld

Das Bundeskartellamt hat ThyssenKrupp im Schienenkartellverfahren erneut zu einem hohen Bußgeld verdonnert: Der Stahlkonzern soll 88 Millionen Euro zahlen. ThyssenKrupp akzeptiert, die Aktie setzt ihre Erholung fort.
Verschlungene Wege: Thyssenkrupp akzeptiert das neue Bußgeld und sieht die Vorwürfe im Schienenkartellverfahren nun als abgeschlossen an

Verschlungene Wege: Thyssenkrupp akzeptiert das neue Bußgeld und sieht die Vorwürfe im Schienenkartellverfahren nun als abgeschlossen an

Foto: A3471 Boris Roessler/ picture alliance / dpa

Essen - ThyssenKrupp akzeptiert das erneute Bußgeld des Bundeskartellamtes im Schienenkartell-Verfahren in Höhe von 88 Millionen Euro. Der Konzern habe dafür bereits eine entsprechende Rückstellung gebildet, teilte die ThyssenKrupp AG am Dienstag mit.

Mit dem Bußgeldbescheid für die Verfahrenskomplexe Privatmarkt und Weiche seien die ThyssenKrupp betreffenden Vorwürfe im Schienenkartell nunmehr insgesamt und abschließend geahndet, teilte der Konzern mit. Die Aktie von ThyssenKrupp (Kurswerte anzeigen) setzte am Dienstag ihre deutliche Erholung fort: Seit Mitte Juni hat das Papier rund 20 Prozent an Wert gewonnen.

Bereits vor einem Jahr hatte das Bundeskartellamt wegen unerlaubter Absprachen bei Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn ein Bußgeld in Höhe von 103 Millionen Euro verhängt. ThyssenKrupp betonte, dass die Aufklärung des Schienenkartells intensiv unterstützt worden sei und personelle Konsequenzen gezogen wurden.

Mit der Deutschen Bahn, die eine Schadenersatzklage unter anderem gegen ThyssenKrupp eingereicht hat, liefen konstruktive Gespräche.

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Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
la/dpa/reuters
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