Industrienähmaschinen Pfaff trennt sich von einem Viertel der Mitarbeiter

Der Industrienähmaschinenhersteller Pfaff trennt sich von einem Viertel seiner 250 Mitarbeiter. Die vor einigen Jahren in die Insolvenz geratene Kaiserslauterer Traditionsfirma wird inzwischen von einer chinesischen Beteiligungsgesellschaft kontrolliert.
Produktion bei Pfaff: Seit Jahren ein schwieriges Geschäft

Produktion bei Pfaff: Seit Jahren ein schwieriges Geschäft

Foto: DPA

Kaiserslautern - Beim angeschlagenen Industrienähmaschinen-Hersteller Pfaff müssen bis zu 60 der rund 250 Mitarbeiter gehen. Für 160 Beschäftigte gibt es eine Arbeitsplatzgarantie, die zunächst drei Jahre gilt. Das sieht ein Sozialplan vor, auf den sich Geschäftsleitung und Betriebsrat verständigt haben. Einen entsprechenden Bericht des Südwestrundfunks (SWR) bestätigte der Betriebsratsvorsitzende der Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG (Kaiserslautern), Wolfgang Gunkelmann.

Der Betriebsrat geht davon aus, dass die ersten Kündigungen Ende April verschickt werden. Die Betroffenen können dann ab Mai in eine neugegründete Transfergesellschaft wechseln. Dort würden sie fortgebildet, damit sie eine Chance auf einen neuen Job hätten. Denn mit im Schnitt 50 Jahren sei das Alter der Belegschaft hoch.

Chinesen haben übernommen

Das Unternehmen, das mit Zeitarbeitern und Auszubildenden etwa 250 Mitarbeiter zählt, war kürzlich von einer chinesischen Beteiligungsgesellschaft übernommen worden. Sie will laut Betriebsrat 25 Millionen Euro investieren. Zuvor hatte es dem Unternehmer Joachim Richter gehört, der 2009 nach Insolvenz eingestiegen war.

Pfaff ist nach eigenen Angaben die führende Traditionsmarke der Automatisierungstechnik näh- und schweißtechnischer Prozesse. Davon unabhängig ist die Marke Pfaff für Haushaltsnähmaschinen in Karlsruhe/Durlach, die 1999 von der Industriesparte getrennt wurde.

krk/dpa
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