Samstag, 20. Juli 2019

Geldspritze nötig Zyperns Fluglinie steht vor dem Aus

Jet der Cyprus Airways im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt/Main: Zyperns Fluglinie ist in Schwierigkeiten geraten

Es könnte das erste Unternehmen werden, das der Wirtschaftsmisere auf Zypern zum Opfer fällt: Cyprus Airways steht nach einem Medienbericht ohne hohe Zuschüsse vor dem Aus. Und die müssten von den internationalen Kreditgebern des Landes kommen. Entlassungen scheinen unabwendbar.

Nikosia - Zyperns staatliche Fluggesellschaft Cyprus Airways steht nach einem Medienbericht ohne hohe Zuschüsse vor dem Aus. Dies berichtet die zyprische Zeitung "Fileleftheros". Demnach legten die Minister für Verkehr, Handel und Arbeit dem Kabinett drei Szenarien über die Zukunft der angeschlagenen Airline vor: Die sofortige Stilllegung der Gesellschaft, die Abwicklung nach der Urlaubssaison im Sommer und die Fortsetzung des Flugbetriebs.

Letzteres würde allerdings neben der Entlassung von 560 Beschäftigten, Gehaltskürzungen und der Verkleinerung der Flotte Finanzspritzen von 83,2 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre erfordern. Ob die internationalen Kreditgeber des Krisenstaates dem zustimmen würden, sei fraglich.

Die Stilllegung der angeschlagenen Cyprus Airways stand schon Anfang 2011 auf der Tagesordnung. Sie konnte damals vor allem dank der Zuschüsse des zyprischen Staates in Höhe von jährlich 20 Millionen Euro über Wasser gehalten werden. Die Finanzspritzen bekam die Gesellschaft als Ausgleich für die Umwege, die ihre Maschinen fliegen müssen, weil sie keine Überflugrechte von der Türkei bekommt, wie das Branchenportal "airliners.de" berichtete.

kst/dpa

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung