Samstag, 7. Dezember 2019

Schweizer Zementhersteller Linde-Chef Reitzle wird Holcim-Vorsteher

Wolfgang Reitzle: Mit 65 Jahren übernimmt der Topmanager einen Chefposten in der Schweiz

Wolfgang Reitzle wird sich nach dem Rückzug bei Linde noch nicht zur Ruhe setzen: Der 64-Jährige übernimmt im kommenden Jahr den Chefposten beim Schweizer Zementhersteller Holcim.

München/Zürich - Wolfgang Reitzle soll 2014 Verwaltungsratspräsident des Schweizer Zementherstellers Holcim werden, teilte das Unternehmen mit. Reitzle gehört dem Holcim-Gremium bereits seit vergangenem Jahr an. Bei Linde gibt der 64-jährige Manager den Chefposten im Mai 2014 ab, wenn sein Vertrag ausläuft.

Bisher hatte sich Reitzle zu seiner persönlichen Zukunft bedeckt gehalten. Auch sein Nachfolger bei Linde Börsen-Chart zeigen ist noch nicht bekannt. In den Linde-Aufsichtsrat kann Reitzle wegen eines Gesetzes nicht direkt wechseln.

Der Verwaltungsrat in der Schweiz ist vergleichbar mit dem deutschen Aufsichtsrat. Allerdings hat das Gremium dort nicht nur Kontrollpflichten, sondern auch eine Leitungsfunktion.

Reitzle war auch als Cromme-Nachfolger im Gespräch

Um die Kontinuität bis zu Reitzles Amtsantritt bei Holcim Börsen-Chart zeigen zu wahren, solle Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron bei der diesjährigen Generalversammlung des Unternehmens im April zur Wiederwahl vorgeschlagen werden, hieß es. "Wir haben Rolf Soiron gebeten, das Amt ein weiteres Jahr wahrzunehmen, um mit dieser Lösung Übergang und Einführung des künftigen Präsidenten in die Aufgaben optimal zu gewährleisten", erklärte der Vizepräsident des Gremiums, Erich Hunziker.

Reitzle war in Medienberichten zuletzt auch als möglicher Nachfolger von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gehandelt worden. Dieser hatte in der vergangenen Woche überraschend seinen Rücktritt als Chefkontrolleur des krisengeschüttelten Stahlkonzerns ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen verkündet.

Danach gab es Spekulationen auch um Crommes Zukunft bei Siemens Börsen-Chart zeigen. Der Elektrokonzern hatte diese aber zurückgewiesen. "Bei uns gibt es keine Veränderungen im Aufsichtsrat. Der steht", hatte ein Unternehmenssprecher erklärt.

mg/dpa-afx

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