Geringeres Minus Deutsche Stahlindustrie bremst Abschwung

Der Abschwung in der deutschen Stahlindustrie ist etwas gebremst. Im September stellten die Unternehmen 3,6 Millionen Tonnen Rohstahl her. Das sind zwar noch 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aber das noch deutlich stärkere Minus zu Jahresbeginn nimmt erkennbar ab.
ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg: Deutsche Stahlhersteller glauben Abwärtstrend auslaufen zu sehen

ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg: Deutsche Stahlhersteller glauben Abwärtstrend auslaufen zu sehen

Foto: A3778 Fredrik von Erichsen/ dpa

Düsseldorf - Der Abschwung in der deutschen Stahlindustrie ist etwas gebremst. Im September stellten die Unternehmen 3,6 Millionen Tonnen Rohstahl her. Das sind zwar noch 2 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Seit Jahresbeginn liegt die Produktionsmenge aber 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Auslastung der Anlagen stieg im Vergleich zum August um 5 Punkte auf 85 Prozent. Damit läuft es in der deutschen Stahlbranche deutlich besser als bei der internationalen Konkurrenz.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl hatte im September angesichts der Nachfrageschwäche wegen der unklaren Wirtschaftsaussichten ihre Produktionsprognose für dieses Jahr gesenkt. Zugleich machte der Verband aber auch Hoffnung, dass es im vierten Quartal nicht noch weiter abwärts geht.

Die Experten rechnen nun damit, dass die Hütten in Deutschland in diesem Jahr insgesamt 42,5 Millionen Tonnen Stahl herstellen werden - zuvor hatte sie noch mit rund 44 Millionen Tonnen gerechnet. Im vergangenen Jahr hatten die Unternehmen 44,3 Millionen Tonnen Stahl erschmolzen.

kst/dpa-afx
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