Mittwoch, 23. Oktober 2019

Xstrata billigt Offerte Glencore kurz vor dem Ziel

Glencore-Zentrale in der Schweiz: Der Rohstoffhändler hatte sein Übernahmeangebot schon einmal nachgebessert

Der Rohstoffriese Glencore hat sein Angebot nachgebessert und Xstrata-Manager jetzt bessergestellt. Xstrata empfiehlt seinen Aktionären, das Angebot anzunehmen. Die weltweit größte Fusion in der Bergbauindustrie seit Jahren rückt damit näher.

London - Die unabhängigen Mitglieder im Xstrata-Verwaltungsrat haben nach Angaben vom Montag ihre lang erwartete Zustimmung zu der nachgebesserten Offerte von Glencore in Höhe von 35 Milliarden Dollar. Sie knüpften dies aber an eine Bedingung.

Demnach sollen die Xstrata-Aktionäre einen Plan billigen, mit dessen Hilfe wichtige Manager im Unternehmen gehalten werden sollen.

Die Frist für das Glencore-Angebot war heute Morgen abgelaufen. Das Angebot war bereits einmal erhöht worden, nachdem sich der Golfstaat Katar, der Xstratas zweitgrößter Anteilseigner ist, gegen die Offerte ausgesprochen hatte. Zuletzt hatten auch Standard Life und Fidelity Worldwide Investment, die ebenfalls bei Xstrata im großen Stil investiert sind, die vorgesehenen Bonus-Regelungen für das Xstrata-Management kritisiert. Bei Xstrata Börsen-Chart zeigen war der Eindruck entstanden, Glencore wolle viele Topmanager aus dem Unternehmen drängen.

Die Fusion des Bergbaukonzerns Xstrata mit dem in der Schweiz ansässigen Rohstoffhändler Glencore wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Die beiden Partner versprechen sich milliardenschwere Einsparungen sowie geschäftliche Vorteile, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.

rei/rtr/dpa-afx

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