Linde Spekulation über Milliardenübernahme

Noch ist es Spekulation, aber die Börsianer reagieren: Linde ist nach Medieninformationen an der Übernahme des US-Unternehmens Lincare interessiert. Eine Milliardensumme werde dafür fällig. In den USA schnellt der Lincare-Kurs in die Höhe, hierzulande fällt der Preis für Linde-Titel.
Lindeproduktion in Leuna: Mögliche Expansion in den USA

Lindeproduktion in Leuna: Mögliche Expansion in den USA

Foto: Linde Group

Hamburg - Der Industriegasespezialist Linde ist einem Medienbericht zufolge an einer Übernahme des US-Sauerstoffgeräte-Herstellers Lincare interessiert. Linde sei bereit, rund 3,4 Milliarden US-Dollar "oder mehr" für Lincare zu bezahlen, berichtete das Finanzblog "Alphaville" der "Financial Times" am Mittwochabend unter Berufung auf gut unterrichtete Quellen. Ein Sprecher von Linde wollte den Bericht am Donnerstag nicht kommentieren.

Lincare  sei in einem Auktionsprozess zum Verkauf angeboten worden, schreibt das Blog. Finanzkreise hätten zudem über ein Interesse auch des französischen Linde-Konkurrenten Air Liquide  und eines Finanzinvestors berichtet. An der Nasdaq sprangen die Papiere von Lincare daraufhin um gut 23 Prozent nach oben. Das Linde-Papier gab dagegen in den ersten Handelsminuten leicht nach.

Linde  könne mit einem Kauf von Lincare sein Angebot maßgeblich ergänzen, heißt es in dem Bericht weiter. Bislang sei der deutsche Industriegaseproduzent stark bei der Versorgung von Kliniken. Lincares Stärke sei die Versorgung von Patienten im Heimbereich mit Sauerstoffgeräten, Geräten zur Ernährung und zur Zuführung von Medikamenten.

kst/dpa
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