Handesstreit eskaliert USA verhängen Zölle auf Chinas Windtürme

Die Handelsstreit zwischen den USA und China um alternative Energien erreicht die nächste Eskalationsstufe. Washington belegte jetzt die Einfuhr chinesischer Türme für Windkraftanlagen mit Schutzzöllen. Die Herstellung sei stark subventioniert.
Teile von Windkraftanlagen des chinesischen Herstellers Goldwind: Die USA schottet sich gegen Importe ab

Teile von Windkraftanlagen des chinesischen Herstellers Goldwind: Die USA schottet sich gegen Importe ab

Foto: Getty Images

Washington - Der Handelsstreit zwischen China und den USA weitet sich aus: Am Mittwoch belegte das US-Handelsministerium Stahltürme für Windkraftanlagen aus chinesischer Produktion mit einem vorläufigen Einfuhrzoll.

Wie bei anderen Produktgruppen zuvor - darunter Solarmodulen - argumentierte die US-Regierung, dass die Preise wegen staatlicher Subventionen zu niedrig seien. Am Freitag hatte China Klage gegen die Strafzölle der USA auf Solarmodule und Stahlprodukte bei der Welthandelsorganisation WTO eingereicht.

Die USA und China streiten sich seit Jahren in Handelsfragen. Daher hatten Beobachter die jüngsten US-Strafzölle auch als Retourkutsche gewertet. Denn China erhebt seit einigen Monaten sogenannte Anti-Dumping-Zölle für Autoimporte aus den USA. Dabei hatten die Chinesen ebenso argumentiert wie die USA jetzt: Die Produktion werde subventioniert, was der Branche im Verkaufsland schade.

Die Strafzölle haben Aktien von Nordex  etwas Rückenwind gegeben. Bei Lang & Schwarz lagen die Titel im frühen Handel 2,8 Prozent über ihrem Vortagesschluss von 3,07 Euro. "Für Nordex eröffnen sich da vielleicht neue Chancen im US-Geschäft", begründete ein Händler das Kaufinteresse der Anleger.

nis/rtr
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