Sparkurs Heidelberg peilt weiteres Plus an

Dank des Sparkurses und starker Nachfrage vor allem aus Schwellenländern hat HeidelbergCement 2011 mehr verdient. Im laufenden Jahr soll der Wachstumskurs weitergehen, die Schulden sollen sinken.
Cementproduktion: Heidelberg profitiert von der Nachfrage aus Schwellenländern

Cementproduktion: Heidelberg profitiert von der Nachfrage aus Schwellenländern

Foto: DPA

Heidelberg - Der Konzerngewinn sei auf 534 Millionen Euro gestiegen, teilte HeidelbergCement mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Überschuss 511 Millionen Euro betragen. Der Heidelberg-Vorstand will die Dividende für 2011 um 40 Prozent auf 0,35 Euro je Aktie erhöhen.

Anleger goutierten die Nachrichten: Die Aktie von HeidelbergCement  sprang um 3,6 Prozent auf 43,97 Euro. Der Konzern hatte bereits im Februar Eckdaten für das abgelaufene Gesamtjahr veröffentlicht. Demnach betrug der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2,3 Milliarden Euro, ein Plus von 4 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz zog um 10 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro an.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Konkurrent der Schweizer Holcim  und der französischen Lafarge  weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an. "Der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Jahres 2012 stimmt uns zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen werden", schrieb Heodelberg-Chef Bernd Scheifele in einem Brief an seine Aktionäre.

Sparkurs soll verschärft werden

Dabei gehen die Heidelberger vor allem von Zuwächsen in Asien und Afrika aus. Der Baustoffkonzern betreibt unter anderem in Tansania, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo Produktionsanlagen. In Nordamerika rechnet das Unternehmen mit einer steigenden Nachfrage aus dem Wirtschaftsbau, aber auch mit einer langsamen Erholung im privaten Wohnungsbau.

Trotz aller Zuversicht will Scheifele den Sparkurs verschärfen, um höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie Personalkosten auszugleichen. Deshalb will der Konzern das Einsparziel für den Zeitraum 2011 bis 2013 von 600 Millionen auf 850 Millionen Euro erhöhen. Zudem plant Heidelberg, weitere 150 Millionen Euro in der Logistik bis 2014 einzusparen.

Auch die Nettoverschuldung soll weiter sinken, um vor allem eine bessere Bewertung bei den Ratingagenturen zu erhalten. Unter anderem soll der Verkauf von Randgeschäften noch stärker vorangetrieben werden. Zum Jahresende 2011 betrug die Nettoverschuldung 7,8 Milliarden Euro.

ts/dpa-afx

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