Sonntag, 15. September 2019

Einigung mit Outokumpu ThyssenKrupp verkauft Edelstahlsparte

Sonnige Aussichten: Der Verkauf der Edelstahlsparte bringt ThyssenKrupp 2,7 Milliarden Euro ein

Verschmelzung in der Stahlbranche: ThyssenKrupp hat sich mit dem finnischen Outokumpu-Konzern auf eine weitgehende Übernahme seiner Edelstahlsparte Inoxum geeinigt. Investoren honorierten den Schritt - doch zum erfolgreichen Abschluss fehlen noch zwei Formalien.

Düsseldorf - Der Weg zum Verkauf der Edelstahlsparte von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen an den Outokumpu -Konzern ist frei. IG Metall und ThyssenKrupp teilten heute mit, über die Transaktion sei eine Einigung mit dem finnischen Konzern erzielt worden.

Im Zuge der Transaktion werde die in das Unternehmen Inoxum ausgelagerte Sparte mit einem Wert von rund 2,7 Milliarden Euro beziffert, teilte ThyssenKrupp mit. Der Konzern halte an einem neuen Gemeinschaftsunternehmen 29,9 Prozent der Anteile. Outokumpu leiste zudem unter anderem eine signifikante Barzahlung, um Finanzschulden von Inoxum bei ThyssenKrupp abzulösen. Zudem wollen die Finnen weitere Schulden von Inoxum aus externen Finanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen übernehmen.

Nach Angaben des Unternehmens und der IG Metall werden betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015 ausgeschlossen. Die Produktion im Stahlwerk Krefeld soll schrittweise bis Ende 2013 eingestellt werden.

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG, der der Transaktion noch zustimmen muss, werde am Nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreffen. ThyssenKrupp hatte im Mai 2011 angekündigt, sich bis Ende 2012 von seiner Edelstahl-Sparte trennen zu wollen.

Die ThyssenKrupp-Aktie Börsen-Chart zeigen kletterte zu Handelsbeginn um über 4 Prozent.

wed/dpa/rtr

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