Umsatzgigant BASF will 100-Milliarden-Euro-Grenze knacken

Kurt Bock ist optimistischer als sein Vorgänger: Der neue Chef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF schraubt die Ziele von Jürgen Hambrecht nach oben. Vor allem im Anstieg der Weltbevölkerung sieht der Manager große Chancen für das Unternehmen.
BASF-Werk in Ludwigshafen: Der Umsatz soll bis 2020 auf 115 Milliarden Euro steigen

BASF-Werk in Ludwigshafen: Der Umsatz soll bis 2020 auf 115 Milliarden Euro steigen

Foto: BASF/ dpa

Ludwigshafen - Bis 2020 solle der Umsatz auf rund 115 Milliarden Euro gesteigert werden, sagte BASF-Chef Kurt Bock. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll sich sogar mehr als verdoppeln. Die Aktien des Unternehmens gehörten nach der Veröffentlichung der Prognose zu den größten Gewinnern im Dax.

Bock, der seit Mai an der Spitze der Konzerns steht, schraubte damit das Ziel seines Vorgängers Jürgen Hambrecht weiter nach oben. Der hatte zuletzt für 2020 Erlöse von 90 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte BASF  63,9 Milliarden Euro umgesetzt. Pro Jahr soll der Umsatz um 6 Prozent zulegen. Für die globale Chemieproduktion wird allerdings lediglich ein Wachstum in Höhe von 4 Prozent jährlich vorhergesagt.

Noch stärker will das Management die Profitabilität antreiben. Das Ebitda soll nun pro Jahr um 7,5 Prozent zulegen und sich bis 2020 auf 23 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Im Jahr 2010 schaffte der Konzern 11,1 Milliarden, für 2015 sind 15 Milliarden Euro angepeilt. Dazu soll auch ein neues Sparprogramm beitragen. Es soll bis Ende 2015 einen Beitrag von einer Milliarde Euro zum Ergebnis zusteuern.

Einen großen Wettbewerbsvorteil sieht das Unternehmen in seiner breiten Aufstellung. "Wir sind der Eckpfeiler der Industrie", sagte Bock. Für fast alle Bereiche liefere BASF Produkte und Lösungen. Vor allem im Anstieg der Weltbevölkerung sieht BASF große Chancen für sich. Allein aus den Schwellenländern sollen in knapp zehn Jahren mit 45 Prozent bereits fast die Hälfte des Umsatzes kommen. Mehr als ein Drittel der geplanten Investitionen in Sachanlagen von 30 bis 35 Milliarden Euro geht in die schnell wachsenden Märkte.

mg/dpa-afx
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