Trotz schwacher Nachfrage Bilfinger Berger bestätigt Prognose

Bilfinger Berger hat im dritten Quartal erste Anzeichen der schwächeren Konjunktur zu spüren bekommen. Der Gewinn stagnierte, die Nachfrage ging zurück. Dennoch hält der seit Jahresmitte vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geführte Baukonzern an seiner Prognose fest.
Bilfinger-Berger-Chef Koch: "Keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäfte"

Bilfinger-Berger-Chef Koch: "Keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäfte"

Foto: DPA

Mannheim - Bilfinger Berger verdiente in den Monaten Juli bis September vor Steuern und Zinsen wie im Vorjahreszeitraum 97 Millionen Euro, teilte der Baukonzern mit. Bei den Kunden rechneten die Mannheimer Leistungen über 2,22 Milliarden Euro ab, 3,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Das Konzernergebnis schrumpfte auf 60 Millionen Euro von 83 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Analysten hatten im Schnitt für das dritte Quartal nur mit einem Anstieg der Leistung auf 2,178 Milliarden Euro gerechnet, aber einen höheren Gewinn vor Steuern und Zinsen von 99,7 Millionen Euro erwartet. Die Finanzexperten hatten Bilfinger Berger zudem einen höheren Überschuss von 62,7 Millionen Euro zugetraut.

Bei den Neunmonatszahlen sah es für Bilfinger Berger  besser aus. Von Januar bis September 2011 sei die Leistung im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 6,25 Milliarden Euro geklettert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit ) legte um 9 Prozent auf 250 Millionen Euro zu. Der Überschuss sprang um 61 Prozent auf 324 Millionen Euro nach oben.

Prognose bestätigt

Die Nachfrage sei stabil, teilte der Vorstandsvorsitzende und ehemalige hessische Ministerpräsidenten Roland Koch mit. Bisher seien durch die Schuldenkrise und die Verunsicherung an den Kapitalmärkten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäfte zu spüren. Allerdings habe sich die Nachfragedynamik in einigen Bereichen abgeschwächt.

Trotz des per Ende September um 6 Prozent auf 7,77 Milliarden Euro geschrumpften Auftragspolsters bekräftigte der Vorstand seine im August hochgeschraubte Ergebnisprognose für dieses Jahr. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) solle 2011 auf 350 Millionen Euro steigen. 2010 hatte der Mannheimer Konzern operativ 343 Millionen Euro verdient und nach Steuern 284 Millionen Euro als Überschuss ausgewiesen.

2011 soll der Überschuss mit 380 Millionen Euro deutlich höher ausfallen, da sich der Verkauf des australischen Baugeschäfts auszahlt. Die mit den Kunden abgerechnete Leistung soll am Ende dieses Jahres mit 8,2 (2010: 8,1) Milliarden Euro etwas höher als im vergangenen Jahr ausfallen.

mg/rtr/dpa-afx
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