Standort Deutschland US-Unternehmen fürchten Energiekosten

Steigende Energiekosten bereiten den großen US-Konzernen in Deutschland Sorgen. Laut einer Umfrage der US-Handelskammer werden die Kosten für Energie hierzulande als größeres Risiko gesehen als der Fachkräftemangel. Größter US-Arbeitgeber in Deutschland bleibt McDonald´s vor Ford und Opel.
Ford-Werke in Köln: Ford ist umsatzstärkster US-Konzern in Deutschland, die meisten Beschäftigten weist McDonald´s auf

Ford-Werke in Köln: Ford ist umsatzstärkster US-Konzern in Deutschland, die meisten Beschäftigten weist McDonald´s auf

Foto: ddp

Frankfurt am Main - Zwei Drittel der Teilnehmer an einer Umfrage der Amerikanischen Handelskammer (AmCham) unter den 50 größten US-Unternehmen in Deutschland sähen steigende Energiekosten inzwischen als größtes Risiko für die Wirtschaft. Dieses Problem werde noch höher eingestuft als der Fachkräftemangel, wie die AmCham am Dienstag mitteilte.

Als Konsequenz investierten viele hier ansässige US-Unternehmen in effizientere Produktionsverfahren, sparten an anderer Stelle oder versuchten die Preise anzupassen. Eine bezahlbare und stabile Energieversorgung sei für 78 Prozent der Befragten von größter Bedeutung.

Insgesamt investierten US-amerikanische Unternehmen - ohne Banken - 130 Milliarden Euro hierzulande im Jahr, erklärte die AmCham. Dazu kämen 50 Milliarden von Finanzinvestoren aus den USA.

Umsätze der US-Firmen in Deutschland gewachsen

Die Umsätze der US-Firmen in Deutschland sind im vergangenen Jahr insgesamt leicht gewachsen, nach einem Einbruch von zehn Prozent im Krisenjahr 2009.

Umsatzstärkster US-Konzern blieb mit 18,2 (2009: 17,0) Milliarden Euro der Autobauer Ford  vor der GM-Tochter Opel mit geschätzten elf (zwölf) Milliarden Euro. Dahinter folgen die Mineralölkonzerns Exxon Mobil  ("Esso") mit 10,8 Milliarden und ConocoPhilipps ("Jet") mit 10,4 Milliarden Euro. Unter den ersten zehn haben nur der Computerriese Hewlett-Packard (von neun auf acht) und Procter & Gamble (von acht auf neun) die Plätze getauscht.

Größter US-Arbeitgeber in Deutschland bleibt die Schnellrestaurant-Kette McDonald's  , die einschließlich ihrer Franchisenehmer 62.000 Menschen beschäftigt, 2000 mehr als ein Jahr zuvor. Dahinter folgen die Autobauer Ford (24.900) und Opel (23.200), der McDonald's-Rivale Burger King 23.000), IBM und die Leiharbeitsfirma Manpower (jeweils 22.0000).

la/reuters
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