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Haniel: Der Niedergang droht

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Industriekonzern Probleme bei Celesio belasten Haniel

Das Duisburger Familienunternehmen Haniel hat im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis gesteigert - vor allem dank eines Verkaufs von Immobilien und des Beitrags der Metro-Beteiligung. Der Pharmahändler Celesio bereitet dem Konzern dagegen Probleme. Gerüchte gibt es auch um Metro-Chef Cordes.

Duisburg - Das Ergebnis vor Steuern stieg um 13 Prozent auf 192 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um ein Prozent auf 13,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Ausschlaggebend für das Gewinnplus waren allerdings in erster Linie ein Einmalertrag in Höhe von 133 Millionen Euro aus einem Immobilienverkauf und die wieder deutlich gestiegenen Erträge aus der Beteiligung am Handelskonzern Metro  .

Alles andere als rund läuft es dagegen weiter beim Pharmahändler Celesio  , wo Haniel Wertberichtigungen in Höhe von 116 Millionen Euro vornehmen musste. Dies ließ das operative Ergebnis um 45 Prozent auf 193 Millionen Euro einbrechen.

Zukunft von Eckhard Cordes bei Metro ungewiss

Die Zukunft von Metro-Chef Eckhard Cordes bleibt trotz des gestiegenen Ergebnisbeitrags bei Haniel ungewiss. Laut Medienberichten hat Cordes den Rückhalt im Aufsichtsrat verloren. Die meisten Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter lehnten es derzeit ab, den Ende Oktober 2012 auslaufenden Vertrag des zuletzt glücklos agierenden Managers zu verlängern, berichtete die "FTD" in ihrer Mittwochausgabe.

Die Metro wollte den Bericht nicht kommentieren. Dies sei eine Angelegenheit des Aufsichtsrats, sagte ein Firmensprecher. Auch Metro-Großaktionär Haniel lehnte eine Stellungnahme ab. "Zu Personalfragen geben wir keinen Kommentar", sagte ein Sprecher des Familienunternehmens.

la/reuters/apd
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