Partnerschaft Exxon und Rosneft wollen an die Ölreserven der Arktis

500 Milliarden US-Dollar wollen der weltgrößte Ölkonzern Exxon und der russische Ölriese Rosneft investieren, um an die Ölreserven der Arktis zu kommen. Zugleich werden Rosneft Beteiligungen an Projekten von Exxon angeboten, darunter im Golf von Mexiko und Texas.
Amerikanisch-russische Partnerschaft: Exxon soll Rosneft helfen, an die Ölreserven der Arktis zu kommen

Amerikanisch-russische Partnerschaft: Exxon soll Rosneft helfen, an die Ölreserven der Arktis zu kommen

Foto: A0009 Helfried Weyer/ dpa

Moskau - Der weltgrößte Energiekonzern Exxon Mobil  und der russische Ölriese Rosneft haben ein milliardenschweres Abkommen zur Erschließung von Öl- und Erdgasvorkommen in der Arktis geschlossen. Damit erhält das US-Unternehmen Zugang zu einigen der letzten unerschlossenen Regionen der Welt und sticht den britischen Rivalen BP aus, dessen Kooperation mit Rosneft im Mai gescheitert war.

"Es tun sich neue Horizonte auf", sagte Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin am Dienstag bei der Vetragsunterzeichnung in Sotschi, an der auch Exxon-Chef Rex Tillerson teilnahm. Das Abkommen hat ein Volumen von 3,2 Milliarden Dollar und sieht die Erschließung von Vorkommen in der Karasee - einem Teil der Arktis - sowie im Schwarzen Meer vor.

Zugleich werden Rosneft Beteiligungen an Projekten von Exxon angeboten, darunter im Golf von Mexiko und Texas. Im Gegensatz zu der gescheiterten Allianz mit BP sieht die Vereinbarung aber keinen Aktien-Tausch vor.

Rosneft sucht seit Langem nach einem Partner zur Ausbeutung der gewaltigen Ölvorkommen in den russischen Arktisgebieten. Denn selbst verfügt das russische Unternehmen nicht über die für Tiefseebohrungen nötige Technologie.

"Das heutige Ereignis wird sicher von den Weltenergiemärkten begrüßt werden", sagte Putin. Die Vereinbarung sehe auch den Bau eines Forschungszentrums und gemeinsames Training vor.

ms/dpa-afx/ap
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