Demag-Übernehmer Ronald DeFeo "Standortverlagerungen langfristig unvermeidbar"

Der Chef des Baumaschinenherstellers Terex plant nach der Übernahme des Düsseldorfer Kranbauers Demag, künftig verstärkt in Schwellenländern zu wachsen. Gegenüber dem manager magazin kündigt er im Interview zudem Standortverlagerungen an.
Von Thomas Katzensteiner
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Hamburg - Der Chef des Baumaschinenherstellers Terex plant nach der Übernahme des Düsseldorfer Kranbauers Demag, künftig verstärkt in Schwellenländern zu wachsen. Im Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Juli) sagte DeFeo zu seinen Wachstumsplänen: "Unser Fokus liegt klar auf den Schwellenländern, auf China, Brasilien, Indien. Terex und Demag wollen in diesen Märkten gemeinsam wachsen."

Terex hat sich in den vergangenen Wochen eine Mehrheit an dem deutschen Kranbauer gesichert und hält derzeit rund 82 Prozent der Demag-Aktien. Vor der endgültigen Übernahme steht nur noch die Genehmigung der EU-Kartellbehörden.

Zu den weiteren Vorteilen des Zusammenschlusses sagte DeFeo, Terex könne von Demag beispielsweise im Servicegeschäft lernen und rund um das bestehende Terex- Geschäft noch "ein schönes Servicegeschäft bauen". Ein weiteres Standbein soll künftig das Geschäft mit Hafenkränen werden. Dort habe man nun "das beste Angebot".

Für die Standorte des Konzerns wird die Konzentration auf Schwellenländer allerdings nicht ohne Folgen bleiben, wie DeFeo im Interview klarstellte. "Langfristig werden wir Produktionsstätten in Schwellenländern aufbauen und dafür auch ein paar Standorte in entwickelten Märkten schließen", so DeFeo. Wann und wo das sein werde, könne er noch nicht sagen. "Aber das ist die logische Konsequenz und unvermeidbar."

Den Demag-Mitarbeitern hat Terex allerdings eine dreijährige Beschäftigungsgarantie zugesichert. Die deutschen Standorte sollen sogar für fünf Jahre nicht angetastet werden.

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