20 Millionen Euro Kaution Thailands Kronprinz bekommt Jet wieder

Thailands Kronprinz darf mit seinem in München gepfändeten Flugzeug wieder abheben, muss dafür aber tief in die Privatschatulle greifen. Die Boeing 737 war festgesetzt worden, weil der thailändische Staat dem in Konkurs gegangenen Bauunternehmen Walter Bau noch 30 Millionen Euro schuldet.
Gepfändeter Regierungsjet: Thailands Kronprinz muss 20 Millionen Euro Kaution zahlen

Gepfändeter Regierungsjet: Thailands Kronprinz muss 20 Millionen Euro Kaution zahlen

Foto: Schneider Geiwitz & Partner/ dpa

Landshut/München - Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn bekommt seine von der bayerischen Justiz gepfändete Boeing 737 gegen die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 20 Millionen Euro zurück. Wie das Landgericht Landshut mitteilte, entspricht die Summe dem Schätzwert des Flugzeugs.

Die Freigabe gegen die Sicherheit könne erfolgen, weil eine eidesstattliche Versicherung sowie ein Zertifikat die Vermutung begründeten, dass das Flugzeug dem Kronprinzen und nicht dem thailändischen Staat gehöre. Es bestehe aber dennoch bisher nur eine Eigentumsvermutung. Die Details müssten nun in einem Verfahren geklärt werden.

Die Boeing 737, die der thailändische Kronprinz häufig selber fliegt, war am Dienstag vergangener Woche am Münchener Flughafen auf Antrag des Insolvenzverwalters des in Konkurs gegangenen Bauunternehmens Walter Bau gepfändet worden. Hintergrund sind Forderungen des Unternehmens an den thailändischen Staat wegen des Baus einer 26 Kilometer langen Autobahn zum Flughafen Don Muang in Bangkok.

Die Anfänge des Rechtsstreits liegen mehr als 20 Jahre zurück. Der Fall hatte für diplomatische Verwicklungen gesorgt, der thailändische Außenminister Kasit Piromya reiste deswegen in der vergangenen Woche nach Berlin.

mg/afp
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