US-Arbeitsmarkt USA schaffen viel weniger Jobs als erhofft

Schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag die Wall Street ins Minus gedrückt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg nur um 54.000, während Experten mit etwa der dreifachen Menge gerechnet hatten. Beobachter nannten den Bericht einen "richtigen Schocker".
US-Jobdaten: "Ein richtiger Schocker"

US-Jobdaten: "Ein richtiger Schocker"

Foto: MARK RALSTON/ AFP

New York - Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 9,1 von 9,0 Prozent im April, wie das Arbeitsministerium mitteilte. "Dieser sehr enttäuschende Bericht ist ein richtiger Schocker", sagte Pimco-Topmanager Mohamed El-Erian. "Es bestätigt sich, dass Amerika eine Arbeitsmarkt-Krise hat, die besorgniserregende wirtschaftliche, politische und soziale Dimensionen hat."

Der Dow Jones  gab bis zum Mittag um 0,6 Prozent auf 12.178 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um ebenfalls 0,6 Prozent auf 1305 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 2753 Punkte. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 7109 Punkten ins Wochenende.

Im Interesse der Anleger standen die in den USA gehandelten Dividendenpapiere von Sony. Der japanische Elektronikkonzern bekommt seine Probleme mit dem Datenklau nicht in den Griff. Eine Hackergruppe knackte die Internetserver der Tochter Sony Pictures Entertainment und verschaffte sich Zugang zu den Daten von mehr als einer Million Kunden. Die Aktien des Konzern büßten in den USA rund 0,6 Prozent ein. Papiere von Newell Rubbermaid brachen mehr als elf Prozent ein. Der auf Lager-Container spezialisierte Konzern hatte zuvor seine Gewinn- und Umsatz-Ziele für das Gesamtjahr gestutzt.

Gegen die allgemeine Markttendenz sprangen die Anteilsscheine von Quiksilver um 14 Prozent in die Höhe. Der Sportbekleidungs-Einzelhändler hatte die Börsianer zuvor mit seinen Zahlen überzeugt. Das Wachstum der US-Dienstleister gewann im Mai unerwartet stark an Tempo. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 54,6 von 52,8 Zählern im April. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 54,0 Punkte gerechnet.

la/reuters