Restrukturierung Merck ordnet Pharmabereich neu

Stefan Oschmann, seit Januar Chef der Pharmasparte des Darmstädter Merck-Konzerns, wird die Zentrale für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten von Genf nach Darmstadt zurückholen. Die Verlagerung ist Teil eines größeren Restrukturierungsprogramms. Es geht auch um Stabsstellen.
Tablettenproduktion bei Merck in Darmstadt: Von der Straffung dürfte vor allem die Genfer Zentrale des Ende 2006 übernommenen Biotech-Konzerns Serono betroffen sein

Tablettenproduktion bei Merck in Darmstadt: Von der Straffung dürfte vor allem die Genfer Zentrale des Ende 2006 übernommenen Biotech-Konzerns Serono betroffen sein

Foto: DAPD

Hamburg - Die Verlagerung der Merck-Serono-Führung nach Darmstadt ist Teil eines größeren Restrukturierungsprogramms, das Oschmann seiner Sparte in den kommenden Monaten verordnen will. Dies erfuhr manager magazin aus Konzernkreisen und berichtet darüber in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (20. Mai) erhältlich ist.

Dem Manager, der zuvor im Topmanagement des gleichnamigen US-Konkurrenten Merck gearbeitet hat, geht es vor allem darum, die komplexen Entscheidungswege des Konzerns zu vereinfachen. Bei manchen Entscheidungen seien mehr als fünf Ebenen beteiligt, berichtet ein Konzerninsider.

Erreicht werden soll die Straffung unter anderem über den Abbau organisatorischer Doppelstrukturen und die Zusammenlegung von Stabsstellen. Davon dürfte vor allem die Genfer Zentrale des Ende 2006 übernommenen Biotech-Konzerns Serono betroffen sein.

Ein Sprecher von Merck  sagte manager magazin, zu Gerüchten nehme man keine Stellung.

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