Trotz guter Geschäfte EADS rutscht in die Verlustzone

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat seinen operativen Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Dennoch muss EADS-Chef Louis Gallois unter dem Strich überraschend einen Verlust verkünden. Dafür verantwortlich ist ein Sondereffekt.
Louis Gallois

Louis Gallois

Foto: Charles Platiau/ Reuters

Paris/München - Der ungünstige Dollarkurs führte im ersten Quartal unter dem Strich zu einem Verlust von zwölf Millionen Euro, teilte EADS mit. Ein Jahr zuvor hatte der Mutterkonzern des Flugzeugbauers Airbus noch 103 Millionen Euro verdient.

Im eigentlichen Geschäft profitierte EADS  dagegen vom Aufschwung in der Luftfahrt. Die Geschäftssparten Passagierflugzeuge, Hubschrauber und Raumfahrt konnten einen Rückgang im Rüstungsbereich aufwiegen. Wegen der starken Nachfrage erwägt die Konzernführung sogar, die Produktion des Kassenschlagers Airbus A320 weiter anzukurbeln.

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 10 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte und außerordentlichen Posten (Ebit) konnte der Konzern auf 192 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Die Nettoliquidität stieg auf den Rekordwert von 12,2 Milliarden Euro.

An seiner Prognose für 2011 hält das Management fest: Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Das Ebit vor Einmaleffekten soll wie im Vorjahr 1,3 Milliarden Euro erreichen.

mg/dpa/rtr
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