Dienstag, 17. September 2019

Medizintechnikbranche Johnson & Johnson schnappt sich Synthes

Verkauft sein Unternehmen: Synthes-Gründer Hansjörg Wyss stimmt der Übernahme durch Johnson Johnson zu

Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson übernimmt das Schweizer Medizintechnikunternehmen Synthes. Die Amerikaner zahlen 21,3 Milliarden Dollar. Ein Großteil des Geldes fließt in die Taschen des zweitreichsten Schweizers.

Zürich - Die Übernahme des Schweizer Medizintechnikherstellers Synthes durch den US-Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson steht bevor. Johnson & Johnson legte ein Angebot über insgesamt 21,3 Milliarden Dollar vor, wie Synthes am Mittwoch mitteilte. Gemessen am Schlusskurs vom Dienstag entspricht das einem Aufschlag von 8,5 Prozent auf den Unternehmenswert.

Die Verwaltungsräte beider Gesellschaften hätten die Transaktion bereits genehmigt. Auch Synthes-Firmengründer und Großaktionär Hansjörg Wyss habe dem Zusammenschluss zugestimmt. Der nach dem Bertarelli-Clan zweitreichste Schweizer hielt zuletzt 48 Prozent an dem Unternehmen. Beide Firmen gehen demnach davon aus, dass das Geschäft in der ersten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen werden kann.

Im Detail bietet Johnson & Johnson Börsen-Chart zeigen 159 Schweizer Franken je Synthes-Aktie Börsen-Chart zeigen. Rund ein Drittel des Kaufpreises will der US-Konzern in bar bezahlen. Der Deal war in der Branche erwartet worden. Synthes hatte in der vergangenen Woche über Fusionsgespräche zwischen beiden Parteien berichtet. Für Johnson & Johnson ist es der größte Zukauf in seiner Geschichte.

Synthes ist spezialisiert auf Implantate und chirurgisches Zubehör. Der US-Konzern Johnson & Johnson, der inzwischen ein Großteil seines Umsatzes mit Medizintechnik macht, kann mit Synthes seinen Anteil auf dem Orthopädiemarkt deutlich ausbauen.

nis/rtr/dpa

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