Spezialchemie Evonik verkauft Sparte für 900 Millionen Euro

Der Spezialchemiekonzern Evonik verkauft seine Industrieruße-Sparte Carbon Black an Rhone Capital. Der Finanzinvestor zahlt dafür umgerechnet 900 Millionen Euro. Evonik-Chef Klaus Engel spricht von einem "bedeutsamen Schritt" des an die Börse strebenden Konzerns.
Evonik-Chef Engel will mit dem Spartenverkauf das Profil des an die Börse strebenden Konzerns weiter schärfen

Evonik-Chef Engel will mit dem Spartenverkauf das Profil des an die Börse strebenden Konzerns weiter schärfen

Foto: Roland Weihrauch/ picture alliance / dpa

Essen - Der Essener Konzern Evonik hat sein Carbon-Black-Geschäft an Rhone Capital verkauft. Der Transaktionswert beläuft sich einschließlich zu übernehmender Verpflichtungen auf mehr als 900 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. Damit setze Evonik seine Fokussierung auf das Kerngeschäft Spezialchemie fort. Der Evonik-Aufsichtsrat und die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen. Dies soll im Sommer geschehen.

"Für unsere Carbon-Black-Aktivitäten sehen wir mit dem Verkauf an Rhone Capital vielversprechende Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Wir geben dieses Geschäft in gute Hände", sagte Evonik-Vorstandschef Klaus Engel in Essen. Der milliardenschwere Börsengang des Chemieriesen um die ehemalige Degussa könnte noch in diesem Jahr erfolgen.

Carbon Black wird in der Reifen- und Gummiindustrie sowie als Pigmentruß für die Verwendung unter anderem in Lacken, Kunststoffen, Druckfarben und Tonern eingesetzt. Die Carbon-Black-Aktivitäten des Konzerns umfassen 16 Produktionsstandorte in elf Ländern mit rund 1650 Mitarbeitern, davon etwa 500 in Deutschland. Evonik Carbon Black ist in diesem Markt die globale Nummer drei. Die Sparte erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro.

Rei/dapd/reuters