Weitere Konkursanträge Insolvenzserie bei der Beluga-Reederei

Erst die Charter-Sparte, dann das Shipping-Geschäft, jetzt müssen weitere fünf Tochterfirmen der Beluga-Reederei Insolvenzantrag stellen: Die in Finanznot geratenen Bremer Reederei gerät immer stärker unter Druck, mehr als hundert Beschäftigte zusätzlich sind betroffen.
Leere Kassen: Immer mehr Tochterunternehmen der Beluga-Reedereigruppe müssen Insolvenz anmelden

Leere Kassen: Immer mehr Tochterunternehmen der Beluga-Reedereigruppe müssen Insolvenz anmelden

Foto: Patrick Lux/ picture-alliance/ dpa/dpaweb

Bremen - In der vergangenen Woche hatten bereits die Beluga Chartering und die Beluga Shipping mit insgesamt über 300 Beschäftigten Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Bei den fünf weiteren Töchtern handelt es sich laut Amtsgericht um die Beluga Fleet Management Beteiligungsgesellschaft, die Beluga Fleet Management, die Beluga Marine Service, die Beluga Offshore Crewing und die Beluga Sea Academy.

Die Holdingsgesellschaft Beluga Group versicherte am Nachmittag, sie selbst sei nicht von der Insolvenz betroffen. Laut einem Unternehmenssprecher führen die wichtigsten Beteiligten weiterhin "konstruktive Gespräche", um "eine gemeinsame Lösung für Beluga zu erzielen". Die Bremer Unternehmensgruppe war bisher eine der weltweit größten Schwergutreedereien.

Gegen den beurlaubten Firmengründer Niels Stolberg und weitere suspendierte Manager ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des schweren Betruges und der "unrichtigen Darstellung" nach dem Handelsgesetzbuch. Die Geschäfte der Unternehmensgruppe führt seit kurzem der US-Finanzinvestor Oaktree.

kst/dpa/rtr
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