Dienstag, 12. November 2019

Gewinn verdreifacht HeidelbergCement glaubt an weltweiten Aufschwung

Begehrtes Gut: HeidelbergCement profitiert vom Aufschwung in Schwellenländern

Eine steigende Nachfrage in Schwellenländern soll dem Baustoffkonzern HeidelbergCement im laufenden Jahr zu guten Geschäften verhelfen. Dank eines gestiegenen Gewinns erhalten Aktionäre für 2010 eine verdoppelte Dividende.

Frankfurt am Main - Deutschlands größter Baustoffkonzern HeidelbergCement erwartet in diesem Jahr Rückenwind von der weltweiten Konjunktur. "HeidelbergCement ist bestens positioniert, um von einer weiteren Erholung der Weltkonjunktur, unterstützt durch einen sich beschleunigenden Aufschwung in Nordamerika, überproportional zu profitieren", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Donnerstag.

Größere Zuwächse erhofft er sich neben Deutschland und Skandinavien vor allem von den Schwellenländern in Asien und Afrika. Dort sollen auch die Produktionskapazitäten ausgebaut werden. Konzernumsatz und operativer Gewinn bei HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen sollten 2011 wieder zulegen.

Der Optimismus schlägt sich auch in einer Verdoppelung der Dividende für das vergangene Jahr auf 25 von 12 Cent je Aktie nieder. Dabei war der Umsatz bei stagnierenden Absatzmengen von Zement, Klinker und Beton nur dank Währungs- und Konsolidierungseffekten um 5,8 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis stagnierte auf vergleichbarer Basis bei 1,43 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss habe sich dank sinkender Schulden und Zinsen und geringerer Abschreibungen auf Firmenwerte aber auf 511 (2009: 168) Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Scheifele versucht seit Jahren mit den durch die Übernahme des britischen Rivalen Hanson Börsen-Chart zeigen angehäuften Schulden fertig zu werden. Im vergangenen Jahr sanken die Verbindlichkeiten netto um 300 Millionen auf 8,1 Milliarden Euro. Zugleich handelte der Konzern günstigere Zinsen aus. Das soll - zusammen mit den bereits angekündigten Sparprogrammen und Preiserhöhungen - die erwarteten Steigerungen von Energie- und Rohstoffkosten auffangen.

Die europäischen HeidelbergCement-Rivalen Holcim Börsen-Chart zeigen und Lafarge Börsen-Chart zeigen setzen 2011 ganz auf die Wachstumsmärkte in Fernost, weil die Baukonjunktur in den Industriestaaten nur langsam in Schwung kommt.

nis/rtr

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