Britische Großbank HSBC-Manager empört mit Spott über Klimawandel – und verliert seinen Job

"Wen kümmert es, wenn Miami in hundert Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt?" So spottete ein Manager der britischen Großbank HSBC kürzlich in seinem Vortrag auf einer Konferenz über den Klimawandel. Jetzt hat die Bank ihn suspendiert.
Apokalyptische Warnungen seien immer falsch: Der Manager soll der britischen Zentralbank vorgeworfen haben, die Risiken des Klimawandels übertrieben darzustellen

Apokalyptische Warnungen seien immer falsch: Der Manager soll der britischen Zentralbank vorgeworfen haben, die Risiken des Klimawandels übertrieben darzustellen

Foto: Brendan McDermid / REUTERS

Die Großbank HSBC hat einen Manager suspendiert, der auf einer Konferenz die Folgen des Klimawandels relativiert hat. Die HSBC teilte mit, Stuart Kirk, Leiter der Abteilung für verantwortungsbewusstes Investieren, sei freigestellt, solange die Bank den Vorgang untersuche. Unternehmenschef Noel Quinn (61) erklärte bereits in dem Karrierenetzwerk LinkedIn, Kirks Aussagen entsprächen nicht den Ansichten der HSBC-Führung.

Kirk hatte auf einer Konferenz in London vergangene Woche einen Vortrag mit dem Titel "Warum Investoren sich nicht wegen des Klimawandels sorgen müssen" gehalten. Er spottete laut Bericht der Financial Times , es gebe "immer irgendeinen Durchgedrehten, der mir vom Ende der Welt erzählt". In einer Präsentation Kirks hieß es demnach, "nicht fundierte, schrille, parteiliche, eigennützige, apokalyptische Warnungen" seien "immer falsch".

Kirk soll der Uno und der britischen Zentralbank vorgeworfen haben, die finanziellen Risiken des Klimawandels übertrieben darzustellen. Er sagte: "Wen kümmert es, wenn Miami in hundert Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt? Amsterdam liegt schon seit Ewigkeiten sechs Meter unter dem Meeresspiegel und es ist ein echt netter Ort."

dri, hej/AFP