Steigende Kosten Hafenkonzern HHLA spürt Konjunkturabschwung

Dank höherer Lagergelder steigert der Hafenlogistik-Konzern HHLA den Umsatz, das Ergebnis im dritten Quartal fällt aber zurück. Vorstandschefin Angela Titzrath bestätigt die Jahresprognose, verliert über den Cosco-Streit jedoch kein Wort.
HHLA-Chefin Angela Titzrath spricht von steigenden Kosten und nach wie vor gestörten Lieferketten, die das Geschäft des Hafenlogistik-Konzerns im dritten Quartal belastet haben

HHLA-Chefin Angela Titzrath spricht von steigenden Kosten und nach wie vor gestörten Lieferketten, die das Geschäft des Hafenlogistik-Konzerns im dritten Quartal belastet haben

Foto: Marcus Brandt / dpa / picture alliance

Die hohen Energiekosten und der heraufziehende Konjunkturabschwung bremsen den Hafenlogistik-Konzern HHLA. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte im dritten Quartal im Hafengeschäft um gut ein Fünftel auf rund knapp 54 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit .

Gedämpft wurde der Rückgang dadurch, dass die HHLA von weiter steigenden Lagergeldern für Container profitierte, da die Reedereien wegen der stockenden Lieferketten Stahlboxen im Hafen länger stehen lassen. Die Umsatzerlöse des Teilkonzerns Hafenlogistik kletterten um knapp 6 Prozent auf rund 384 Millionen Euro.

Im Konzern, zu dem neben der börsennotierten Hafenlogistik und dem Intermodalgeschäft mit Transporten über die Schiene und Lastwagen auch die kleinere Immobiliensparte zählt, sank der Betriebsgewinn um rund 18 Prozent auf knapp 59 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um gut 6 Prozent auf 393 Millionen Euro.

"Der Krieg in der Ukraine, die hohen Energiepreise, steigende Personal- und Beschaffungskosten, die Störungen in den globalen Lieferketten sowie die zunehmenden Tendenzen einer Rezession wirken sich auch auf unser Geschäft aus", erklärte Konzernchefin Angela Titzrath (56). Den Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2022 bestätigte Titzrath. Demnach werde das Betriebsergebnis auf Konzernebene zwischen 175 und 210 Millionen Euro liegen.

Auf den Streit um die Beteiligung der chinesischen Großreederei Cosco an der Betreibergesellschaft eines HHLA-Terminals ging sie nicht ein. Die Bundesregierung hatte nach längerem Tauziehen beschlossen, Cosco einen Anteil am Terminal von höchstens 24,9 Prozent zu erlauben anstatt der ursprünglich angestrebten 35 Prozent. Damit bleibt dem chinesischen Konzern ein Einfluss auf die Führung der Betreibergesellschaft des Terminals verwehrt.

rei/Reuters
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