Finanzinvestor nutzt Kursrallye KKR trennt sich von Aktienpaket des Rüstungskonzerns Hensoldt

Der 100-Milliarden-Euro Sonderetat für die Bundeswehr hat seit Wochenbeginn die Aktien von Rüstungsfirmen wie Hensoldt oder Rheinmetall beflügelt. Der Finanzinvestor KKR nutzt nun die Gelegenheit, um Kasse zu machen und seine Beteiligung an Hensoldt weiter zu reduzieren.
Panzerfaust mit Hensoldt-Optik: KKR macht Kasse und verkauft weitere Anteile des Rüstungsunternehmens

Panzerfaust mit Hensoldt-Optik: KKR macht Kasse und verkauft weitere Anteile des Rüstungsunternehmens

Foto: Nicolas Armer / dpa

Der US-Finanzinvestor KKR nutzt den steilen Anstieg des Aktienkurses von Hensoldt zu einem weiteren Teilausstieg bei dem Hersteller von Rüstungselektronik. KKR biete Hensoldt-Aktien zu einem Preis von 21 bis 23 Euro an, teilte die mit der Platzierung betraute Bank am Mittwoch an. Das ist ein Abschlag von 10 bis 18 Prozent zum Xetra-Schlusskurs von 25,65 Euro vom Mittwoch.

Wie viele Aktien KKR über Nacht auf den Markt wirft, war zunächst unklar. Nach dem Verkauf eines Pakets von 25,1 Prozent an den italienischen Rüstungszulieferer Leonardo hielt KKR zuletzt noch 17,8 Prozent der Aktien.

Unerwartet gute Geschäftszahlen für das Jahr 2021, vor allem aber die Hoffnung auf eine groß angelegte Aufrüstung Europas und Deutschlands unter dem Eindruck des russischen Einmarschs in der Ukraine hatten die Hensoldt-Aktie beflügelt. Sie hat ihren Kurs innerhalb weniger Tage mehr als verdoppelt. Am Sonntag hatte Bundeskanzler Olaf Scholz einen "Sonderetat Bundeswehr" in Höhe von 100 Milliarden Euro verkündet. Am Donnerstag gab die Aktie  unter dem Eindruck der Platzierung um rund 7 Prozent nach und notierte zuletzt knapp unter der Marke von 22. Euro.

la/Reuters