Aktie auf Rekordhoch Poker um Hella geht in die Endphase

Der Hella-Eigentümerfamilie Hueck erwartet noch in dieser Woche finale Gebote für ihren 60-Prozent-Anteil. Der Poker der Interessenten geht damit in die Endphase, die Aktie steigt auf Rekordhoch.
Hella: Familie Hueck will verkaufen, der Poker der Bieter geht auf die Zielgerade

Hella: Familie Hueck will verkaufen, der Poker der Bieter geht auf die Zielgerade

Foto: David Inderlied / dpa

Dass die Eigentümerfamilie des Lichtspezialisten Hella sich von ihrem Mehrheitsanteil trennen will, hatte manager magazin bereits Ende April exklusiv berichtet . Seitdem ist der Kurs des MDax-Unternehmens deutlich gestiegen: Zu den Interessenten der finalen Bieterrunde für die Hella-Anteile gehören die französischen Autozulieferer Faurecia sowie Plastic Omnium, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Industriellenfamilie Hueck wolle bis zum Mittwoch (11. August) finale Gebote für ihr 60-Prozent-Aktienpaket erhalten, hieß es darüber hinaus. Die Bewertung könnte dabei für Hella bei rund 8 Milliarden Euro liegen. Am Aktienmarkt war der Konzern bis dato zuletzt mit 6,7 Milliarden Euro gehandelt worden - mit dem Bericht zog die Aktie aber um über 10 Prozent auf ein Rekordhoch von 66,60 Euro an.

Ex-Chef Jürgen Behrend, der den Autozulieferer lange geführt hatte und seit einigen Jahren als Familienmitglied im Gesellschafterausschuss sitzt, drücke aufs Tempo, hatte manager magazin im Mai berichtet . Zwischenzeitlich war der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse offiziell an dem Aktienpaket interessiert, blies das Vorhaben unter anderem nach Kritik von Investoren aber wieder ab.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.