Pötsch kann bleiben, Diess muss zittern Hans-Dieter Pötsch bleibt Chef der Porsche SE

Zumindest in einer Chefpersonalie herrscht im Volkswagen-Konzern jetzt Klarheit: Hans Dieter Pötsch bleibt für weitere fünf Jahre Vorstandschef der Porsche SE. Das Ringen um die Zukunft von VW-Chef Herbert Diess geht unterdessen weiter.
Hans Dieter Pötsch (rechts), Herbert Diess (links): Zumindest Pötsch kann schon mal weitermachen

Hans Dieter Pötsch (rechts), Herbert Diess (links): Zumindest Pötsch kann schon mal weitermachen

Foto: Ronny Hartmann/ DPA

Der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hat in seiner Sitzung am Freitag die Bestellung von Hans Dieter Pötsch zum Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. Januar 2022 um fünf Jahre verlängert. Pötsch bleibt damit Vorstandschef der Porsche SE bis Ende 2026. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Dem Vorstand der Porsche SE gehören neben Hans Dieter Pötsch, der auch als Vorstand für Finanzen fungiert, Manfred Döss als Vorstand für Recht und Compliance sowie Lutz Meschke an, der im Vorstand für das Beteiligungsmanagement zuständig ist.

Die Porsche SE ist eine Holdinggesellschaft, in der die Mehrheit der Stammaktien des Volkswagen-Konzerns gebündelt sind. Der Volkswagen Konzern besteht aus den zwölf Marken Volkswagen, Audi, Seat, Škoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN.

Die Porsche SE ist seit dem 20. September Mitglied im deutschen Aktienindex Dax, der von 30 auf 40 Unternehmen erweitert wurde. Im Dax ist außerdem die stimmrechtslose Vorzugsaktie von Volkswagen gelistet. Die in der Porsche SE Holding gebündelten Stammaktien werden von den Familien Porsche und Piech kontrolliert.

Machtkampf um Zukunft von Herbert Diess: Entscheidung am 9. Dezember

Im Machtkampf um die Zukunft von Volkswagen-Chef Herbert Diess zeichnet sich unterdessen auch nach wochenlangem Hin und Her keine Lösung ab. Unklar war bis Freitag, ob an diesem Wochenende ein neuer Anlauf für einen Kompromiss in dem festgefahrenen Streit gemacht werden soll. Mehrere Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass kommende Woche weitere Gespräche stattfänden. Damit rückt die entscheidende Aufsichtsratssitzung am kommenden Donnerstag (9. Dezember) immer näher: An diesem Tag soll der Investitionsplan für die kommenden fünf Jahre festgezurrt werden. Am Mittwoch kommt das achtköpfige Präsidium zusammen, um die Sitzung vorzubereiten. Eine Verschiebung dieses Termins, worüber zuletzt im Konzernumfeld spekuliert wurde, gilt als unwahrscheinlich.

la/reuters
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