Aktionäre stimmen ab Zalando-Vorstände könnten künftig Millionen kassieren

Trotz eines Gewinns sollen Zalando-Aktionäre für das vergangene Jahr keine Dividende beziehen. Doch auch die drei Co-Vorstandschefs stecken zurück, verzichten auf mehr als zwei Drittel ihres Grundgehalts. Dank Aktienoptionen könnten sie in Zukunft aber deutlich mehr einstreichen -  wenn die Zahlen stimmen. Auch darüber sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung abstimmen.
Die Vorstandsmitglieder von Zalando verzichten auf einen Großteil ihres Grundgehalts, könnten über Aktienoptionen aber ein Vielfaches wieder einspielen: David Schneider, Robert Gentz und Rubin (von links)

Die Vorstandsmitglieder von Zalando verzichten auf einen Großteil ihres Grundgehalts, könnten über Aktienoptionen aber ein Vielfaches wieder einspielen: David Schneider, Robert Gentz und Rubin (von links)

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Der Online-Modehändler Zalando lädt an diesem Mittwoch in Berlin zur Jahreshauptversammlung. Dabei wollen die drei Co-Vorstandschefs und Gründer David Schneider, Robert Gentz und Rubin Ritter den Aktionären die Geschäftsbilanz 2017 erläutern und einen Ausblick geben.

Das vor zehn Jahren gegründete Unternehmen machte im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden Euro Umsatz. Dieser wächst derzeit im Vorjahresvergleich um mehr als 20 Prozent. 2017 hatte Zalando einen Bilanzgewinn von 130 Millionen Euro erzielt. Die Aktionäre sollen jedoch wie in den Vorjahren keine Dividende erhalten.

Der Aufsichtsrat will die drei Vorstandschefs für fünf weitere Jahre bestellen. Sie sollen künftig ein deutlich geringeres Grundgehalt beziehen - 65.000 Euro statt wie bislang 200.000 Euro. Als variable Vergütung sind aber für jeden der drei Co-Vorstandschefs Optionen für 1,75 Millionen Aktien vorgesehen, die bei einer guten Entwicklung von Umsatz und Aktienkurs den Managern einige Millionen Euro einbringen könnten.

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Die Papiere sind demnach nur etwas wert, wenn der Aktienkurs steigt und der Konzern in diesem Zeitraum seinen Umsatz im Durchschnitt um mindestens 10 Prozent jährlich erhöht. Einen Großteil der Optionen sollen die Manager frühestens nach vier Jahren zu Geld machen können. Über ein entsprechendes neues Vergütungssystem stimmen die Zalando-Aktionäre bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch in Berlin ab.

Das Umsatzplus lag 2017 bei 23,4 Prozent, im ersten Quartal 2018 waren es 22 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Zalando hatte zuletzt europaweit knapp 24 Millionen Kunden. Das Unternehmen begann 2008 mit dem Verkauf von Schuhen im Internet.

rei/dpa
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