Donnerstag, 5. Dezember 2019

Ausuferndes Shoppingfestival wird zum Schnäppchen-Chaos Wie Amazon den Black Friday retten will

Amazon-Beschäftigter im Black-Friday-Päckchenwust
NARANJO/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock
Amazon-Beschäftigter im Black-Friday-Päckchenwust

2. Teil: Steigende Umsätze - doch die Begeisterung sinkt

Dabei haben sich viele Verbraucher an die Existenz der neuen Shopping-Events durchaus gewöhnt: Fast jedem (rund 97 Prozent der Deutschen) ist der Black Friday mittlerweile ein Begriff, wie eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des Angebotsportals mydealz ergab.

Und auch die Ausgabefreudigkeit steigt: Rund 254 Euro wollen die Verbraucher in diesem Jahr anlässlich der Shoppingtage ausgeben, ergab eine gerade veröffentlichte Erhebung der Unternehmensberatung PWC. Im vergangenen Jahr waren es noch 217 Euro.

"Nicht mitmachen ist keine Option"

Für die Händler führt an dem Black Friday und Co mittlerweile nichts mehr vorbei, meint Nils Zündorf, Geschäftsführer der Amazon-Agentur factor-a, die Unternehmen und Händler bei ihren Verkäufen über den Onlinehändler berät. "Nicht mitmachen ist keine Option."

Schließlich habe sich das Shoppingevent mittlerweile so etabliert, dass viele Kunden die dort offerierten Schnäppchen gezielt abwarteten und bei günstigen Angeboten auch gerne mal zu neuen Anbietern wechselten. "Die Leute sind sehr wechselwillig in den Tagen", weiß Zündorf.

Wer als Händler gar nicht mitmache, riskiere so, nicht nur Umsatz, sondern auch Kundschaft zu verlieren. Schließlich werde durch die Shopping-Events ein Teil des Weihnachtsgeschäftes einfach vorgezogen. Allerdings nutzen einige Händler das Event mittlerweile auch, um Kunden mit geschickter PR auf sich aufmerksam zu machen. Und den Drive der Shopping-Feiertage mit ins Weihnachtsgeschäft zu nehmen.

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