Donnerstag, 5. Dezember 2019

Weltgrößter Basar Amazon lässt künftig feilschen

Lässt Händler ab sofort mit Kunden feilschen: Amazon-CEO Jeff Bezos

Festpreise adé. Um künftig noch mehr Umsatz zu generieren, hat sich der Onlinhändler Amazon etwas Neues ausgedacht: Künftig können Käufer mit den Händlern um niedrigere Preise feilschen.

Hamburg - Amazon stellte die neue Funktion "Make an Offer" am Dienstag vor. Die Funktion, die zunächst auf höherpreisige Produkte wie Kunstgegenstände, Münzen oder Sammelobjekte beschränkt ist, soll im kommenden Jahr auf hunderttausende weitere Objekte ausgeweitet werden, kündigte Amazon auf seiner US-Presseseite an.

Hat ein Händler die Funktion aktiviert, können Kunden mit ihm in Kontakt treten und einen geringeren Preis vorschlagen. Akzeptiert der Händler ihn, kommt das Geschäft zustande. "Make an Offer" sei kein Auktionsformat, betonte Amazon.

Der Onlinehändler begründete seinen Vorstoß mit der Nachfrage seiner Kunden. "In einer vor kurzem bei unseren Händlern durchgeführten Umfrage hat mehr als die Hälfte der Befragten die Möglichkeit, den Preis zu verhandeln, als wichtigen Umsatztreiber genannt", erklärte der Verantwortliche für den Amazon-Marktplatz, Peter Faricy.

Während Amazon den direkten Kontakt zu den Kunden als ideales Mittel zur Kundenbindung lobte, bleibt abzuwarten, wie die Händler darauf reagieren.

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