Dienstag, 18. Juni 2019

7,25 Dollar die Stunde Walmart-Chef fordert höheren Mindestlohn

Walmart-Chef Doug McMillon

Hungerlöhne zahle der US-Handelsriese Walmart, schimpfte der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders. Jetzt reagiert der Chef des größten privaten Arbeitgebers in den USA und fordert vom Kongress eine Anhebung des Mindestlohnes.

Der Chef des Shopping-Riesen Walmart , Doug McMillon, hat den US-Kongress zu einer Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns aufgefordert. Das auf Bundesebene geltende Minimum von 7,25 Dollar pro Stunde sei zu niedrig, sagte McMillon am Mittwoch (Ortszeit) bei der Hauptversammlung des größten US-Einzelhändlers. Es sei Zeit für einen "durchdachten Plan" des Kongresses für eine Anhebung.

Walmart, der größte Arbeitgeber der US-Privatwirtschaft, steht aber schon seit langem selbst wegen relativ geringer Gehälter in der Kritik. Beim Aktionärstreffen in Rogers im US-Bundesstaat Arkansas warf der von einer Gewerkschaftern eingeladene demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders Walmart "Hungerlöhne" vor und forderte eine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Dollar pro Stunde.

Vorstandschef McMillon nahm zwar vor allem die Politik in die Pflicht, versprach aber, dass Walmart seinen Teil zu höherer Bezahlung beitragen werde. Der Konzern hat seine Gehälter in den vergangenen Jahren mehrfach erhöht und zahlt derzeit mindestens 11 Dollar Stundenlohn, liegt damit aber unter Wettbewerbern wie Target, Costco oder Amazon. McMillon selbst erhielt von Walmart im letzten Geschäftsjahr ein Gehaltspaket im Wert von fast 24 Millionen Dollar./hbr/DP/stk

rei/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung