Aufstand der Volkswagen-Händler "Wir sollten streiken und keine Autos mehr ausliefern"

Der Autokonzern will bei den meisten seiner Marken das Agenturmodell im Vertrieb einführen. Die selbstständigen Händler fürchten um ihre Margen – und proben den Aufstand. Sogar bestehende Vereinbarungen wollen sie wieder kippen.
Rebellen-Treffen in Hannover: Die Volkswagen-Händler sind mit den Vertriebsplänen des Konzerns nicht einverstanden

Rebellen-Treffen in Hannover: Die Volkswagen-Händler sind mit den Vertriebsplänen des Konzerns nicht einverstanden

Foto: PR

Da waren sie wieder, die roten Karten. Als sich vergangenen Donnerstag rund 800 Autohändler der Marken VW, Audi, Skoda und Seat in Hannover zu einer außerordentlichen Partnerverbandstagung trafen, reckten sie einhellig große rote Vierecke in die Luft. Adressat war der Wolfsburger Konzern, der den Händlern das sogenannte Agenturmodell überstülpen und Elektroautos lieber direkt an die Kunden verkaufen will; die meist selbständigen Unternehmer würden nur noch als Vermittler auftreten – und fürchten um ihre Margen. Nicht mit uns, lautete nun die Botschaft.

Ähnliche Szenen hatte es in Hannover bereits vor vier Jahren gegeben. Nachdem der Konzern zuvor den VW-Partnern die Verträge gekündigt hatte, machten die Unternehmer Mitte 2018 mit ihren rechteckigen roten Schildern deutlich, was sie von den Vorstellungen hielten. Damals wie heute war der Verhandlungsführer aufseiten des VW- und Audi-Handels Dirk Weddigen von Knapp. Seit siebeneinhalb Jahren ist er Präsident des deutschen VW- und Audi-Partnerverbands (VAPV). Dieselgate, WLTP-Chaos, Corona-Krise, Lieferengpässe – die Liste der Schlachten, die der Mittsechziger in den vergangenen Jahren geschlagen hat, ist lang. Nun eskaliert der Konflikt um das Agenturmodell.

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