Italienisches Luxus-Modelabel Versace angeblich kurz vor Verkauf

Donatella Versace: Für Dienstag soll sie ein Treffen mit der Belegschaft anberaumt haben

Donatella Versace: Für Dienstag soll sie ein Treffen mit der Belegschaft anberaumt haben

Foto: Ian West/ dpa

Der Verkauf des legendären Modehauses Versace steht einem Medienbericht zufolge kurz bevor. Möglich sei, dass eine Transaktion "innerhalb von Stunden" bekanntgegeben werde, schrieb die italienische Zeitung "Corriere della Sera"  am Montag unter Berufung auf nicht näher benannte Insider.

Die Schwester des verstorbenen Gründers Gianni, Donatella Versace, habe für Dienstag ein Treffen der Belegschaft anberaumt. Das italienische Modelabel war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Versace wollte den Bericht nicht kommentieren.

Dem Bericht zufolge könnte die Marke mit dem bekannten Medusa-Logo mit rund zwei Milliarden Dollar bewertet werden. Als potenzielle Käufer gelten der Juwelier Tiffany und die Modegruppe Michael Kors. Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt derweil, Michael Kors habe eine Vereinbarung zur Übernahme der Kontrolle unterzeichnet. Die Agentur beruft sich dabei auf drei mit der Sache betrauten Personen.

In den vergangenen Monaten hätten sich laut der italienischen Zeitung auch mehrere andere Interessenten ernsthaft mit Versace beschäftigt - vor allem die großen Giganten des französischen Luxus. So etwas auch Kering von François Henri Pinault - er hätte den zur Diskussion stehenden Preis aber für zu hoch befunden, schreibt die Zeitung.

Der US-amerikanischen Finanzinvestor Blackstone hält seit 2014 gut ein Fünftel an Versace, der Rest befindet sich in den Händen der Familie. Lange Zeit galt das Unternehmen als Börsenkandidat. Allerdings hatte Chief Executive Jonathan Akeroyd gegenüber Reuters Anfang dieses Jahres erklärt, er habe keine Eile mit einem Börsengang.

rei mit Reuters
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