Dienstag, 20. August 2019

Verpatzte Generationswechsel Oetkers Leidensgenossen

Beim Mischkonzern Oetker bekämpfen sich die Familienstämme seit Monaten. Der Grund ist die lebensferne Nachfolgeregelung des Firmenpatriarchen Rudolf-August Oetker. Eine Übersicht, wie andere deutsche Konsum-Größen mit ihren Generationenkonflikten umgehen.

Tengelmann-Chef Haub: Klare Regeln für die Nachfolge
Bei Oetker spielt sich der Streit um die Nachfolge zwischen zwei Protagonisten ab, wie manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe aufdeckt und analysiert. Bei der Tengelmann-Gruppe (Netto, Kik, Obi) hat der amtierende Clanchef Karl-Erivan Haub gleich acht Kandidaten ins Rennen geschickt. Die Chance zur Nachfolge sollten alle Kinder von ihm und seinen beiden Brüdern bekommen, wenn sie das wollen, sagte Haub kürzlich in einem Interview. Allerdings stehen die Chancen auf einen geregelteren Prozess anders als bei Oetker gut: Die Familie hat laut Haub ein klares Regelwerk aufgestellt. Einzige Voraussetzung: der oder diejenige "muss es können". "Ein Versorgungswerk", so Haub, sei das Unternehmen schließlich nicht. Zudem bleibt noch Zeit für die Sondierung: Haub übernahm die Führung der Gruppe von seinem Vater zwar schon im Jahr 2000, ist aber erst 53 Jahre alt. Seine beiden Kinder haben gerade ihr Studium aufgenommen. Ob sie später ins Unternehmen eintreten werden, ist noch offen.

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