Sonntag, 21. Juli 2019

Verpatzte Generationswechsel Oetkers Leidensgenossen

2. Teil: Erwin Müller - Sohn im Abseits

Erwin Müller - Sein Sohn hat im Familienunternehmen nicht viel zu melden
Der Drogerieunternehmer Erwin Müller, Gründer der Drogeriemarktkette Müller, hat jegliche Pläne für eine Unternehmensübergabe innerhalb der Familie offenbar aufgegeben. Die Karriere von Sohn Reinhard, mittlerweile Mitte 50, im väterlichen Unternehmen währte nicht lange. Nach offensichtlichen Spannungen wurde er vom Vater 2004 entmachtet und schied kurz darauf aus dem Unternehmen aus.

Auch in der im November vom Senior vorgelegten Nachfolgeregelung, bei der der noch immer aktive 81-Jährige zwei neue Geschäftsführer einsetzte, taucht der Sohn nicht auf. Allerdings ist er Mitglied eines fünfköpfigen Kontrollgremiums, das der Unternehmer angesichts seines hohen Alters zur Überwachung der Geschäftsführung eingesetzt hat. Dieses, so Müllers Vorstellung, soll schon zu seinen Lebzeiten "üben". Dass Sohn Reinhard nicht zu viel Verantwortung bekommt, hat Müller dabei sichergestellt. Der Beirat, betont er, sei "vor allem durch familienfremde Vertreter" geprägt.

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