Kabelriese Comcast zahlt 33 Milliarden Euro Bezahlsender Sky ist jetzt amerikanisch

Im Wettbieten um die britische Sendergruppe Sky hat der US-Kabelriese Comcast die 21st Century Fox übertrumpft. Comcast bot rund 33 Milliarden Euro.
Zusammenspiel seit Jahren: Bezahlsender Sky und das Fußball-Unternehmen "Bundesliga".

Zusammenspiel seit Jahren: Bezahlsender Sky und das Fußball-Unternehmen "Bundesliga".

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Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky ist entschieden: Der US-Kabelriese Comcast hat sich im Bieterwettbewerb gegen den gegen den Konzern 21st Century Fox von Medien-Unternehmer Rupert Murdoch durchgesetzt. Dies gab die Übernahmekommission bekannt. Die Auktion hatte am Freitag um 18 Uhr (MESZ) begonnen, maximal drei Runden waren vorgesehen.

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Comcast bot 17,28 Pfund je Sky-Aktie, Fox nur 15,67 Pfund je Anteilsschein. Damit wird Sky auf rund 29,6 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 33 Milliarden Euro) taxiert.

Zuvor hatten sich Comcast und 21st Century eine Bieterschlacht geliefert. Murdochs Fox-Imperium hatte das erste Angebot für Sky bereits im Dezember 2016 abgegeben und bot zunächst 10,75 Pfund je Aktie. Das Angebot hatte Comcast im Frühjahr ausgestochen, woraufhin Fox im Juli nachlegte.

Fox besitzt bereits 39 Prozent an Sky und bemüht sich schon lange um eine Komplettübernahme. Allerdings stieß dieser Plan auf Widerstand der britischen Aufsichtsbehörden. Sie fürchten, dass der Murdoch-Clan zu viel Einfluss auf die Medienlandschaft bekommen könnte.

Das vor allem für Live-Sportübertragungen und Spielfilme bekannte Sky-Programm läuft in 23 Millionen Haushalten Europas, einer der größten Ableger sendet in Deutschland. Traditionelle Medien- und Unterhaltungskonzerne fürchten die immer mächtiger werdende Konkurrenz von Netflix und Amazon.