Marktstudie Aldi und Lidl in Großbritannien am günstigsten

Lidl und Aldi haben ihren Marktanteil in Großbritannien in den vergangenen Jahren bereits fast verdreifacht. Die Discounter wollen weiter expandieren. Laut einer Studie hängen sie die Wettbewerber preislich ab.
Foto: er deutlich sichtbar. Foto: Martin Gerten / DPA

Aldi und Lidl hängen in Großbritannien ihre alteingesessenen Wettbewerber nach einer Studie preislich ab. Lebensmittel seien 2021 bei den beiden deutschen Discountern am günstigsten gewesen, teilte die Verbraucherschutzorganisation "Which?" am Mittwoch in London mit. Demnach kostete ein bestimmter Warenkorb bei Aldi in sechs Monaten am wenigsten, in fünf Monaten war Lidl am billigsten. Im Januar 2021 lagen die Konkurrenten gleichauf. Die deutschen Unternehmen haben ihren Marktanteil im Vereinigten Königreich in den vergangenen Jahren stark ausgebaut und kamen zuletzt gemeinsam auf 14,3 Prozent.

Die rasant steigenden Lebenshaltungskosten könnten nach Ansicht von Experten die Discounter noch begünstigen. Einige Supermärkte würden Kosten stärker an die Kunden weitergeben als andere, sagte Which?-Expertin Ele Clark. "Niemand möchte für Grundnahrungsmittel zu viel bezahlen, insbesondere, wenn die Haushaltsbudgets durch knappe Lebenshaltungskosten zusätzlich unter Druck geraten." Am teuersten waren Produkte der Untersuchung zufolge bei Waitrose.

Lebensmittelpreise stiegen im Vereinigten Königreich in den vergangenen zwölf Monaten um 9 Prozent. Derzeit treiben vor allem die Kosten für Energie die Inflation erheblich an. Hier werden im Frühling Preissteigerungen von 50 Prozent erwartet.

Which? vergleicht monatlich einen festen Preiskorb mit Produkten der acht wichtigsten Anbieter. Marktführer bleibt mit deutlichem Vorsprung der Einzelhandelsriese Tesco. Lidl und Aldi wollen aber weiter aufholen. In der Weihnachtszeit verzeichneten die Discounter ein deutliches Plus bei ihren Verkäufen. Bis 2025 wollen sie landesweit zahlreiche neue Filialen eröffnen.

sio/dpa