Karstadt-Investor schluckt Möbelhändler Kika/Leiner Rene Benko kauft Steinhoff-Tochter in Österreich

Der Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko schluckt eine österreichische Tochter des ins Wanken geratenen Handelskonzerns Steinhoff. Benko übernehme Kika/Leiner, womit eine Insolvenz des zweitgrößten österreichischen Möbelhändlers in letzter Sekunde verhindert werde, teilte Kika/Leiner mit. Laut Medien soll der Kaufpreis bei 450 Millionen Euro liegen.
Rene Benko: Zugriff beim Möbelhändler Kika/Leiner

Rene Benko: Zugriff beim Möbelhändler Kika/Leiner

Foto: Hans Klaus Techt/ picture alliance / dpa

Der Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko schluckt eine österreichische Tochter des ins Wanken geratenen Handelskonzerns Steinhoff. Benko übernehme Kika/Leiner, womit eine Insolvenz des zweitgrößten österreichischen Möbelhändlers in letzter Sekunde verhindert werde, teilte Kika/Leiner mit. Details nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Zuvor hatten die Tageszeitungen "Die Presse" und "Österreich" über die Vereinbarung berichtet. Der Kaufpreis liegt "Österreich" zufolge bei 450 Millionen Euro, 100 Millionen Euro sollen demnach als Finanzspritze in das operative Geschäft gesteckt werden.

Einstürzende Neubauten: Der große Steinhoff-Report

Nachdem Steinhoff im vergangenen Dezember Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung eingeräumt hatte, verlor das Unternehmen bis zu 90 Prozent des Börsenwertes und kämpft seither ums finanzielle Überleben. In Deutschland laufen seit längerem Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen. Der Konzern muss sich zudem mit zahlreichen Klagen auseinandersetzen.

Benko ist auch Eigner des deutschen Warenhauskonzerns Karstadt. 2014 wurde die Kette von Benko übernommen.

la/dpa
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