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Steinhoff am Abgrund: Aufstieg und Fall des Möbel-Giganten aus dem Ammerland

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Urteil in den Niederlanden Steinhoff muss Bilanz für 2016 korrigieren

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Die schwer angeschlagene Poco-Mutter Steinhoff hat einen weiteren Nackenschlag hinnehmen müssen. Ein Gericht in Amsterdam entschied am späten Montagabend, dass das im MDax notierte Unternehmen seine Bilanzen für 2016 korrigieren muss.

Bei dem Streit mit dem früheren Partner OM & MW geht es unter anderem um die korrekte Erfassung der gemeinsam zu je 50 Prozent gehaltenen Möbelhauskette Poco. OM & MW zufolge hatte Steinhoff die Firma vollständig in seiner Bilanz berücksichtigt. Dies wurde nun vom Gericht gerügt.

Am Dienstagmorgen rutschten die Papiere von Steinhoff in der Spitze um 4,5 Prozent ab, konnten das Minus zuletzt aber auf 2,5 Prozent bei 0,36 Euro reduzieren.

Als der Bilanzierungsskandal bei Steinhoff  Anfang Dezember vergangenen Jahres bekannt wurde, schmissen Anleger die Aktie panisch aus ihrem Depot. Binnen weniger Tage verlor das Papier gut 90 Prozent seines Wertes.

Seitdem riss der Strom schlechter Nachrichten nicht mehr ab. So zweifelte Steinhoff Anfang dieses Jahres auch die Bilanzen vor 2016 an, wurde der ehemalige Chef Markus Jooste wegen des Verdachts der Korruption angezeigt und reduzierte zuletzt auch der südafrikanische Multimilliardär und ehemalige Steinhoff-Chairman Christo Wiese drastisch seine Beteiligung an dem angeschlagenen südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern.

Der Möbelhändler ist mit mehr als mehr als 10 Milliarden Euro verschuldet. Zuletzt trennten sich Finanzkreisen zufolge immer mehr Banken mit Verlust von ihren Krediten an dem Möbelkonzern.

rei mit dpa