Nach Übernahme durch Bain und Cinven Stada ernennt fünften Chef binnen zwei Jahren

Stada Arzneimittel: Peter Goldschmidt folgt als Chef auf Claudio Albrecht. Albrecht löste Engelbert Willink ab, der Matthias Wiedenfels ablöste, der auf Hartmut Retzlaff folgte. Während die Chefs munter wechseln, werben die neuen Eigentümer Bain und Cinven für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Stada Arzneimittel: Peter Goldschmidt folgt als Chef auf Claudio Albrecht. Albrecht löste Engelbert Willink ab, der Matthias Wiedenfels ablöste, der auf Hartmut Retzlaff folgte. Während die Chefs munter wechseln, werben die neuen Eigentümer Bain und Cinven für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Foto: STADA

Der Arzneimittelhersteller Stada  beruft nach nur wenigen Monaten einen neuen Konzernchef. Peter Goldschmidt löst zum 1. September den amtierenden Stada-Chef Claudio Albrecht ab, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Albrecht war von vornerein als Übergangschef angetreten, aber erst seit Ende September 2017 an der Spitze.

Der 53-jährige Goldschmidt kommt vom Schweizer Pharmariesen Novartis, wo er für die Tochter Sandoz das Geschäft mit Nachahmermedikamenten in Nordamerika ausgebaut hatte. Goldschmidt werde als erfahrener Manager den "Erneuerungs- und Wachstumskurs bei Stada" fortsetzen, hieß es. Albrecht soll nach der Übergabe in eine "nicht geschäftsführende Position" innerhalb von Stada wechseln.

Goldschmidt ist bereits der fünfte Vorstandschef bei Stada in kurzer Zeit. Im Sommer 2016 trat der langjährige Firmenlenker Hartmut Retzlaff ab. Ihm folgte Matthias Wiedenfels.

Nach Übernahme: Bain und Cinven werben für Gewinnabführungsvertrag

Neuer Chef: Peter Goldschmidt

Neuer Chef: Peter Goldschmidt

Foto: Stada

Als ein erster Übernahmeversuch von Stada durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven scheiterte, musste dieser im Streit mit Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Oetker gehen.

Auf Wiedenfels folgte Übergangschef Engelbert Willink und dann Albrecht. Letzterer hatte Bain und Cinven bei der Übernahmeschlacht um den MDax-Konzern beraten und die Stada-Spitze übernommen, da sich so schnell keine dauerhafte Lösung fand.

Stada-Übernahme: Der heiße Tanz der deutschen Firmenjäger

Die 5,3 Milliarden schwere Übernahme von Stada ist noch nicht abgeschlossen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung wollen Bain und Cinven am Freitag einen Gewinnabführungsvertrag von den Aktionären absegnen lassen, um auf die Stada-Kasse zuzugreifen. Dazu brauchen sie die Zustimmung weiterer Aktionäre.

la/dpa/reuters
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