Sonntag, 21. April 2019

Wanze im Dienstwagen Stada-Chef Wiedenfels wurde abgehört

Matthias Wiedenfels

Der Vorstandsvorsitzende des umkämpften Arzneimittelherstellers Stada, Matthias Wiedenfels, ist zwischenzeitlich ausgespäht worden. So fand sich eine Abhöreinrichtung in seinem Dienstwagen, wie das manager magazin in seinem Report über den Kampf um Stada in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. März) berichtet.

Auch bekam Wiedenfels anonym Fotos und Briefe zugeschickt, die den 43-Jährigen in vertraulichen geschäftlichen Situationen oder im privaten Umfeld zeigen.

Der im MDax geführte Konzern ist derzeit Gegenstand eines Übernahmekampfes. Mindestens zwei Investorenkonsortien wollen das Unternehmen, das Marken wie Grippostad oder Ladival führt, kaufen. Die Konzernleitung selbst allerdings zweifelt, ob die Angebote der Private-Equity-Firmen hoch genug sind.

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Die Spähaktionen gegen Wiedenfels fanden nach Informationen des manager magazins in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres statt. Nachdem Wiedenfels Sicherheitsfachleute und Behörden eingeschaltet hatte, blieben die Zusendungen aus.

Das Unternehmen wollte sich zu den Informationen auf Anfrage nicht äußern.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der April-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen. Die digitale Ausgabe ist hier für Sie verfügbar, ab heute liegt die Print-Ausgabe am Kiosk. Abonnenten liefern wir das frische manager magazin bereits Donnerstags in den Briefkasten oder elektronisch. Oder beides.

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