US-Waffenkonzern ändert Namen Warum Smith & Wesson jetzt eine Lifestyle-Marke sein will

Handfeuerwaffen des US-amerikanischen Herstellers Smith & Wesson

Handfeuerwaffen des US-amerikanischen Herstellers Smith & Wesson

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Gut 160 Jahre nach der Firmengründung tilgt der US-Waffenhersteller Smith & Wesson die Namen der Gründerväter Horace Smith und Daniel Wesson aus der offiziellen Holding-Bezeichnung. Künftig soll sie den Namen American Outdoor Brands tragen. Der Traditions-Name wird künftig nur noch für die Pistolen-Sparte verwendet.

Das Unternehmen entwickele sich immer stärker in Richtung eines Anbieters für Sportschützen, Jäger und Outdoor-Enthusiasten, begründet die Firma den Schritt. Die Geschichte des Konzerns und seines Namens ist dagegen eng mit der Herstellung von Waffen für Armeen verbunden.

Zuletzt hatte sich das Unternehmen den Campingausrüster UST Brands einverleibt. Der Markt für Outdoorsport-Artikel sei etwa 121 Milliarden Dollar groß, schätzt die US-Website "Quartz".  Der Markt für Waffen in Privatbesitz komme dagegen nur auf 16 Milliarden Dollar.

Aus europäischer Wahrnehmung eher überraschend ist zudem, dass der Waffenbesitz in den USA offenbar rückläufig ist. Zumindest nimmt laut "Quartz" die Zahl der Haushalte ab, der über mindestens eine Waffe verfügt. Noch Anfang der 90er-Jahre gab es in mehr als jedem zweiten Haushalt eine Pistole oder ein Gewehr. In zwischen sei die Quote laut Umfragen auf 32 bis 43 Prozent gesunken.

Der Wahlsieg Donald Trumps gibt der Branche dem Bericht zufolge eher keinen unmittelbaren Rückenwind. Am besten läuft das Geschäft demnach immer, wenn Politiker eine Verschärfung der Waffengesetze fordern. Auf diese Hilfe dürfen Smith & Wesson und Co. von Trump nicht hoffen.