Montag, 17. Juni 2019

Onlineportalbetreiber Elliott erhöht bei Scout24

Elliott stockt bei Online-Marktplatzbetreibers Scout24 auf
picture alliance / dpa
Elliott stockt bei Online-Marktplatzbetreibers Scout24 auf

Der aktivistische Investor Paul Elliott Singer sorgt mal wieder für Kursbewegung. Mit seinem Fonds Elliott hat er seinen Anteil beim Onlinemarktplatz Scout24 Börsen-Chart zeigen erhöht, wie der Portalbetreiber am Donnerstag mitteilte. Singer hält nun 7,49 Prozent der Anteile, nachdem er sich Ende Mai bereits 6 Prozent gesichert hatte. Kurz darauf zog die im MDax Börsen-Chart zeigen notierte Aktie um mehr als 1 Prozent an.

Schon bei seinem Einstieg Ende Mai hatte die Aktie von Scout24 kräftig angezogen. Wenige Tage zuvor war ein Übernahmeangebot von den Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone gescheitert. Singer und sein Fonds sorgen immer wieder für Unruhe in Unternehmen, drängen nicht selten das Management zu einer neuen Strategie oder sogar auf die Absetzung des Vorstands. Just in dieser Woche hat Elliott auch den Anteil an dem Energiekonzern Uniper erhöht und versucht dort seinen Einfluss auszubauen.

Der Betreiber von ImmobilienScout24 und AutoScout24 gilt indes seit einiger Zeit als Übernahmekandidat. Mitte Mai war das Angebot der Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone Börsen-Chart zeigen gescheitert, da die Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent nicht erreicht worden war. Scout24 ist an der Börse derzeit rund 4,7 Milliarden Euro wert. Als potenzielle Interessenten wird auch immer wieder der Axel Springer Verlag Börsen-Chart zeigen gehandelt, der seinerseits derzeit über einen Einstieg des Investors KKR Börsen-Chart zeigen verhandelt.

Singer gilt als aggressiver Investor, der schon viele Unternehmen unter Druck gesetzt und filetiert hat. Der Milliardär ist bekannt dafür, Anteile an Börsenfirmen zu kaufen und anschließend Veränderungen anzumahnen, bis hin zu radikalen Reformen. Schon allein Gerüchte um neue Beteiligungen sorgen oft bei den betroffenen Unternehmen für Kurssprünge. Singer hält Beteiligungen an Bayer Börsen-Chart zeigen, wo er eine Zerschlagung fordert, ebenso bei ThyssenKrupp. Darüber hinaus ist er beispielsweise auch an Uniper-Großaktionär Fortum, am Autohersteller Hyndai und dem Getränkespezialisten Pernod Ricard beteiligt.

dpa-afx/rtr/akn

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