Rocket-Beteiligungen weiter rot Samwer fällt mit Rocket Internet tief in die Verlustzone

Rocket Internet ist 2015 bei stagnierenden Umsätzen tief in die Verlustzone gestürzt. Die Beteiligungen schreiben noch keine Gewinne. Rocket-Chef Oliver Samwer wird sich etwas einfallen lassen müssen.
Im nächsten Jahr sollen die Beteiligungen endlich Gewinne abwerfen, verspricht Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer

Im nächsten Jahr sollen die Beteiligungen endlich Gewinne abwerfen, verspricht Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer

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Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von fast 200 Millionen Euro abgeschlossen. Grund für das Minus von 197,8 Millionen Euro seien vor allem die anteiligen Verluste der Beteiligungen gewesen, erklärte Rocket Internet am Donnerstag.

Außerdem sei weniger Geld durch Verkäufe oder Börsengänge hereingekommen. Im Jahr davor hatte die Holding noch 428,8 Millionen Euro verdient. Der Umsatz blieb praktisch unverändert bei gut 128 Millionen Euro - bei der Dachgesellschaft werden aber nur die Beteiligungen an zahlreichen Internet-Firmen verwaltet.

An der Börse kommen die Nachrichten am Donnerstag nicht gut an. Investoren kehren die Aktie aus dem Depot und drücken das Papier mir rund 5,5 Prozent in die Verlustzone.

Die Start-ups stecken nach wie vor allesamt in den roten Zahlen. Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer sagte am Donnerstag aber, im vergangenen Jahr sei der Höhepunkt der Verluste überschritten worden und die Ertragslage werde sich in diesem Jahr deutlich verbessern. Es bleibe das Ziel, im Jahr 2017 drei Rocket-Beteiligungen aus der Verlustzone zu bringen.

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