Kundenbindungsprogramm Rewe trennt sich 2024 von Payback

Der Handelsriese Rewe lässt die Kooperation mit dem Punkte-Sammelsystem Payback Ende 2024 auslaufen. Der Konzern will nach Medienberichten ein eigenes Kundenbindungsprogramm aufbauen. Für Payback ist das Aus mit Rewe ein enormer Einschnitt.
Payback-Karte?: Zum Jahresende 2024 beendet Rewe die Kooperation mit dem Punkte-Sammelsystem und plant ein eigenes Treueprogramm

Payback-Karte?: Zum Jahresende 2024 beendet Rewe die Kooperation mit dem Punkte-Sammelsystem und plant ein eigenes Treueprogramm

Foto: imago stock&people / imago/onemorepicture

Zum Jahresende 2024 beendet der Rewe-Konzern die Kooperation mit dem Kundenbindungsprogramm Payback. Der Handelsriese und das Loyalty-Programm hätten ihre Zusammenarbeit noch einmal um zwei Jahre verlängert, teilte eine Rewe-Sprecherin am Montag mit. Danach werde der Konzern aber "andere und/oder eigene Wege gehen". Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung " (LZ) darüber berichtet.

Rewe kooperiert im Supermarktgeschäft seit dem Jahr 2014 mit dem weitverbreiteten Punkte-Sammelsystem, der zur Rewe-Gruppe gehörende Discounter Penny trat diesem im Jahr 2018 bei. Für Payback sei die Handelsgruppe einer der wichtigsten Partner, betonte die LZ. Denn Penny und Rewe hätten insgesamt 17 Millionen der rund 31 Millionen Payback-Karten in Deutschland ausgegeben.

Nach Informationen der LZ und der dpa will Rewe nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Payback ein eigenes Kundenbindungsprogramm aufbauen. Digital- und Technologie-Vorstand Christoph Eltze (49) soll laut LZ für den Aufbau zuständig sein.

Die Schnittstelle zum Kunden und das Sammeln und Auswerten von Daten will die Rewe Group unter CEO Lionel Souque (51) demnach komplett selbst kontrollieren. Der Handelskonzern würde damit einen viel direkteren Zugriff auf die Kundendaten und größere Möglichkeiten für eine Individualisierung seiner Angebote erhalten als bisher.

Auch für den Bereich Retail Media, also etwa für die Verhandlung von Werbeleistungen mit Lieferanten, wolle der Konzern die Daten nutzen, erfuhr die LZ aus informierten Kreisen. Das Vorgehen orientiere sich an internationalen Händlern wie Tesco, Whole Foods, Walgreens oder Carrefour.

dri/dpa-afxp
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